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Mittwoch, 16.8.2017, 16:04 > da]v[ax

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus

Sascha Lobo beschreibt auf Spiegel Online die hakenkreuzgefährliche Kommunikationsstrategie der Neonazis und wie sich Donald J. Trump eben jener Strategien bedient. Der Typ ist vielleicht doof, vielleicht tut er auch nur so. Sicher ist, dass er sehr gefährlichen Menschen den roten Teppich in die Schaltzentrale der Macht ausgelegt hat und wenn wir weiterhin so tun, als ginge uns das alles nichts an, werden wir unser braunes Wunder erleben. Dringende Leseempfehlung: Trumps Pressekonferenz - Lehrstunde in Nazi-Verharmlosung

Ganz ähnlich tun die Neonazis von "Alt Right" schon so, als seien nicht normale Bürgerinnen und Bürger gegen sie, sondern nur komische Linksradikale. In einem so groben wie bitteren amerikanischen Witz wird die Gefährlichkeit dieser Verschiebung deutlich:

- Neonazi: "Tötet alle Juden!"

- Gegendemonstrant: "Nein!"

- Ein Zuschauer: "Das sind also Extrempositionen, jetzt sollten wir einen Kompromiss finden."

Die Strategie der Neonazis von "Alt Right" ist, die Ablehnung ihrer extremistischen, menschenfeindlichen Positionen als ebenfalls extremistisch darzustellen. Und Trump bedient mit seiner "Alt Right"/"Alt Left"-Gegenüberstellung genau diese Erzählung.