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‘Abwahnwahn’
to daMax

Abmahnwahn 2016: Wenn ein Verlag nasse Füße hat

Juni 4th, 2016, 16:50

capitalismUn-fass-bar, womit Gerichte heutzutage beschäftigt werden...

Das OLG Köln hat mit Urteil vom 08.04.2016 (Az.: 6 U 120/15) eine Berufung eines Verlages zurückgewiesen, der geltend gemacht hatte, durch die Übernahme des Untertitels eines Buches in einem Tweet (auf Twitter) sei in seine urheberrechtlichen Nutzungsrechte eingegriffen worden. Konkret ging es darum, dass der Satz „Wenn das Haus nasse Füße hat“, der in einem von der Klägerin verlegten Buch als Untertitel diente, von der Beklagten in einer Kurznachricht bei Twitter verwendet worden war.

Capitalism - Fucking with your freedom since the stone age.

 

Störerhaftung abgeschafft? Mitnichten!

Juni 2nd, 2016, 15:45

internet-law: Neue Mogelpackung zur W-LAN-Störerhaftung

Nachdem es gerade wieder aus allen Nachrichtenkanälen (SPON, ZDF) tönt, der Bundestag hätte die Störerhaftung abgeschafft, auch hierzu noch eine kurze Anmerkung. Das Gegenteil ist richtig.

 

Hurra, keine Störerhaftung mehr?

Juni 1st, 2016, 23:13

Har har, die GröKaZ zeigt mal wieder ihr wahres Gesicht:

[...] der erklärte Wille, die Rechtsunsicherheit für den Betrieb von offenen Netzen zu beseitigen, findet sich zwar in der Gesetzesbegründung – nicht aber in dem tatsächlichen Gesetzestext. Begründungen der Gesetze sind für die Gerichte nämlich keinesfalls bindend und daher nur eingeschränkt relevant. Dort, wo er hingehört, nämlich im eigentlichen Wortlaut des Gesetzes, fehlt der entscheidende Hinweis, nämlich, dass die Haftungsbeschränkung auch für die im Rahmen von Abmahnungen entscheidenden Unterlassungsansprüche gilt.

[...]

Einigkeit besteht jedenfalls darüber, dass allein durch die beschlossene Gesetzesänderung ganz sicher kein Ende der Abmahnwellen zu erwarten ist.

Und ihr fragt mich, warum ich nicht wählen gehe?

(via fefe)
 

Gute Nachrichten: BVG kippt BGH-Urteil zu Sampling

Mai 31st, 2016, 11:05

Meine Fresse, das war jetzt aber knapp. In Deutschland geht eine Band wie Kraftwerk tatsächlich den Weg durch sämtliche Instanzen bis hoch zum Bundesverfassungsgericht(!), um ein für alle Mal klären zu lassen, ob es in Deutschland erlaubt ist, kurze Schnipsel von Musikstücken zu einem neuen Musikstück zusammen zu setzen (--> Sampling). Das BVG hat jetzt entschieden, dass das Bundesgerichtshofurteil gekippt und neu entschieden werden muss.

Der Bundesgerichtshof muss den Fall nun noch einmal bewerten. Seine Urteile - zuletzt von 2012 - trügen der Kunstfreiheit nicht hinreichend Rechnung, sagte Vize-Gerichtspräsident Ferdinand Kirchhof. Er begründete die Entscheidung mit der Kürze der Sequenz. Daraus sei ein neues, eigenständiges Kunstwerk entstanden, ohne dass "Kraftwerk" dadurch wirtschaftlichen Schaden habe. Ein Verbot würde "die Schaffung von Musikstücken einer bestimmten Stilrichtung praktisch ausschließen, sagte er.

Damit ist Sampling - wenn ich das richtig verstehe - jetzt zwar immer noch nicht so richtig erlaubt, aber das war schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Dass das nun ausgerechnet durch so 'ne Unsympathen wie Moses Pelham und Sabrina Setlur durchgeboxt wird, hat in meinen Ohren zwar einen recht üblen Missklang aber hey, in diesem Fall will ich da mal nicht so sein. Das Folgende bleibt wahrscheinlich auch weiterhin eher illegal und dafür liebe ich es:

 

Frontberichterstattung aus dem AdBlocker-Krieg

Mai 24th, 2016, 19:59

Stellt euch schon mal darauf ein, dass AdBlocker in Deutschland verboten werden wegen Kapitalismus. Freu.

 

Neues aus dem Copyrightkrieg

April 27th, 2016, 14:07

Heise lesen lohnt heute mal wieder. Urheberrecht: Die digitale Urheberrechtsreform versackt im Fiasko

"Der überwiegende Anteil der Leute gibt unfassbar viel Geld für kreative Produkte aus", unterstrich Otto. Da funktioniere es nicht, die Nutzer mit Abmahnungen in Höhe von bis zu 1500 Euro zu überziehen "für Dinge, die nicht gravierender sind wie Falschparken". Auch Geoblocking empfänden die Kunden, die legal Inhalte erstünden, "als zutiefst unfair".

Die Contentmafia lässt sich dieses einladende Fettnäpfchen natürlich nicht nehmen und kontert galant mit:

Die Sache mit den massenhaften Abmahnungen sei "keinem leicht gefallen" und habe nicht für ein positives Umfeld gesorgt, räumte Florian Drücke vom Bundesverband Musikindustrie ein.

Von Einsicht leider keine Spur.

 

Das Landesgericht Düsseldorf hat in einem Urteil die direkte Einbindung von „Social Plugins“ auf Webseiten für unzulässig erklärt

März 10th, 2016, 21:46

Hahahaa okay, mal sehen wo das hinführt.

 

Abmahnabzocker zocken jetzt Flüchtlinge ab

März 4th, 2016, 08:23

Kann man als Abmahnanwalt noch wieder sinken? Offenbar ja.

 

Negative Bewertungen im Internet nur noch gegen Vorlage eines "stichhaltigen Beweises"

März 2nd, 2016, 13:18

Sagt mal, liebe Bundesrichter, wer hat euch denn ins Hirn geschissen?

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschied, dass solche Portale auf Verlangen beispielsweise stichhaltige Belege darüber herausrücken müssen, ob ein Nutzer tatsächlich in der Praxis eines dort bewerteten Arztes oder Anwalts war. Denkbar wäre dies etwa durch Vorlage von Rezepten, Rechnungen oder Nachweisen von Terminvereinbarungen. Dabei dürfe die Prüfpflicht der Portalbetreiber aber nicht so weit gehen, dass Bewertungsportale stark erschwert werden.

m(

Dieses Land wird regiert von erfahrenen Sicherheitsbeamten paranoiden alten Männern mit den falschen Freunden.

 

Dieser® Beitrag™ steht℗ unter ©

Februar 2nd, 2016, 09:34

Hahahahaaaa! Adobe will euch jetzt vorschreiben, wie ihr zu reden habt:

Correct: The image was enhanced using Adobe® Photoshop® software.
Incorrect: The image was photoshopped.

Is' klar. Zum Glück GIMPe ich meine Bilder :lol:

(via tobi)
 

Copyright ist Diebstahl

Januar 29th, 2016, 17:12

Copyright is killing culture

Fritz hat einen guten Artikel geschrieben, dessen Lektüre sich lohnt: Copyright ist Diebstahl. Heute: Bill Gates und das Tian’anmen-Massaker

Bill Gates, Sohn aus wohlhabendem Haus und reich geworden durch die Lizenzierung einer Betriebssystem-Raubkopie an den damals wichtigsten PC-Hersteller, kaufte seit 1989 mit seinen überzähligen Miliarden die „Rechte“ an Bildern, um sie dann digital vermarkten zu können. Daraus wurde eine der grössten Fotoagenturen der Erde, Corbis. Diese Firma verkaufte Gates vor einer Woche (22.1.16) an die Visual China Group in Bejing für eine ungenannte Summe. Zum „Portfolio“ von Corbis gehört (unter vielen anderen) auch das weltbekannte Bild vom Tian’anmen-Massaker, dem gewaltsamen Niederschlagen von Demonstrationen gegen die chinesischer Diktatur, mit mehreren tausend Toten im Jahr 1989, vom Fotografen Jeff Widener.

Die Veröffentlichungsrechte dieses einen Bildes, das die chinesische Gewaltherrschaft am stärksten kritisiert, sind nun also in chinesischen Händen.

 

Frontberichterstattung aus dem AdBlocker-Krieg

Januar 29th, 2016, 13:40

Gute Nachrichten:

Auch das Landgericht Köln hat nun mit Urteil vom 29.September 2015 (Az.: 22 O 132/14) entschieden, daß Springer keinen Unterlassungsanspruch gegen den Werbeblocker Adblock Plus hat.

AdBlock FTW!

 

Musikmafia vs. Kinder

Januar 25th, 2016, 20:31

Die Musikmafia startet wieder eine neue Charmeoffensive. Ziel diesmal: Programmierende Kinder.

Mit dem Forschungsprojekt Scratch vom MIT sollen Kinder spielerisch programmieren lernen. Die Musikindustrie sieht dadurch aber ihre Urheberrechte verletzt und geht nun massiv dagegen vor.
[...]
Es sind allein in wenigen Tagen Ende Dezember knapp 40.000 derartige Anträge über Google für Seiten auf der Domain von Scratch eingereicht worden. Das geht aus den Transparenzberichten von Google hervor. Die Anfragen stammen fast ausnahmslos vom Lobbyverband der britischen Musikindustrie (BPI). Damit ist die Scratch-Webseite Torrentfreak zufolge eine der größten Pirateriewebseiten überhaupt.

Yo dawg! Zeigt ihnen so früh wie möglich, wie ihr tickt. Vielleicht programmieren uns genau diese Kids ja ein paar besser verschleierte P2P-Tools >:-)

 

Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.