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Cool, her damit!
Oh Gott oh Gott! NEIN! Das will ich nicht!

Die Bundeswehrmacht

Ich musste mir ja schon einiges anhören, wenn ich es mal wieder gewagt hatte, die Bundeswehr als Wehrmacht zu bezeichnen. Vielleicht kann ich in Zukunft einfach auf diesen Post verlinken, der meine Einstellung ein bisschen verständlicher macht. Die Tagesschau berichtet:

Fast 300 Bundeswehrsoldaten stehen unter Verdacht, rechtsextreme Taten begangen zu haben. Das geht aus einer Antwort des Bundesverteidigungsministeriums auf eine Parlamentsanfrage hervor. Manche der betroffenen Soldaten haben weiterhin Zugang zu Waffen.

 

Frontberichterstattung aus dem Cyberkrieg

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nachrichtenmäßig ein bisschen raus bin, seit dieser Schwachkopf ins weiße Haus eingezogen ist. Mir ist diese von Volltrotteln bevölkerte Welt irgendwie fremd geworden und ich habe mich ein wenig ins innere Exil begeben (meine Küche ist leider immer noch nicht fertig, aber das ist eine andere Story).

Aaaanyway. Als ich gestern Abend bei Fefe las:

Die Shadow Brokers haben das Passwort für ihre Auction-Datei veröffentlicht.

verstand ich erstmal kein Wort. Was ist los? Welche Auktion? Wer sind die Shadow Brokers? Was geht ab? Aber dann fing ich an, diesen Artikel von the grugq zu lesen, der zu diesem 2. Teil und weiter zu diesem 3. Teil führt und zu dem noch diese Vorgeschichte gehört und das alles liest sich wie eine Zusammenfassung eines Thrillers aus der Feder John le Carrés. Es geht um Spionage und Hacker und so ziemlich alles, was einen guten Bondfilm ausmachen könnte. Das Gruselige daran ist allerdings, dass das kein Film ist, sondern im Echten Leben™ stattfindet, und vor diesem Hintergrund finde ich eine zum Verkauf stehende Liste von NSA-Hackingtools in dieser Größenordnung

doch ziemlich beängstigend.

Ich kann euch allen nur raten, da mal reinzulesen. Sowas erfahrt ihr nicht aus der Tagesschau, ist aber definitiv realer und einflussreicher auf unsere Politik als die meisten Nachrichten, die ihr so zu lesen bekommt. Der 2. Teil ist interessanter, aber ohne den 1. Teil versteht man nicht so richtig, um was es eigentlich geht.

(Headerbild von altemark [CC BY])

 

Re: Sticker gegen Rechts 2017

Die Gewinner der Aktion Sticker gegen Rechts 2017 stehen fest und es sind ein paar ganz nette Motive dabei. Leider bin ich entgegen meiner großspurigen Ankündigung nicht dazu gekommen, einen eigenen Beitrag einzureichen. Asche auf mein Haupt :( Die Veranstalter schreiben:

An alle Fans des Wettbewerbs:

Natürlich wird es auch wieder in diesem Jahr möglich sein, im Rahmen des Wettbewerbs Sticker zu bekommen.

Habt bitte Verständnis, dass dies etwas dauern kann, da wir ja auch erstmal drucken und verpacken müssen. :)

Folgendes gilt nicht für die Teilnehmer des Wettbewerbs (Ihr bekommt Post von uns, wenn ihr euch bei uns meldet):

Schickt uns einfach einen rückadressierten und vorfrankierten Umschlag zu, um einen Mix der Gewinner-Motive (etwa 12 Motive) des diesjährigen Wettbewerbs zu erlangen.

Frankiert den Brief einfach mit einer 70 Cent Briefmarke.

Schickt einfach eure Umschläge an:

INnUP Deutschland GmbH
Sticker gegen Rechts
Theodor-Heuss-Allee 21
28215 Bremen

Viele liebe Grüße aus Bremen und bis zum nächsten Mal!

Euer Sticker-gegen-Rechts-Team

(via rbnsht)
 

I don't want no other love, baby it's just you I'm thinkin' of

2 Kakadus und eine Klampfe. Weiter nichts. :grins:


(via twistedsifter)

elvis presley | kakadus | balztanz

 

Good morning, sheeple!



(von huor, danke, temno!)

they live | sie leben | pepsi werbung

 

Visual Studio Unit Tests und modale Dialoge

Ja, ich weiß: ordentliche Model-Klassen öffnen nicht zur Laufzeit modale Dialoge. Aber das Leben ist nunmal kein Ponyhof bzw. der Job ist nicht die Uni und so kommt es durchaus vor, dass es schon tausende Zeilen Code gibt, bevor die erste Testmethode dazu geschrieben wird. Gefällt mir auch nicht, ist aber eben so. Seit heute früh verzweifele ich an einer Unit-Testklasse, die das Visual Studio Unit-Test-Framework hängen bleiben ließ, und da ich jetzt endlich eine Lösung gefunden haben, klebe ich sie mir mal ins Blog, um sie das nächste mal schneller finden zu können.

lass hören...

 

Danke, Mozilla

Firefox begrüßt mich gerade mit diesem wertvollen Tipp:

Now seems as good a time as any for an important reminder: never read the comments

:-)

kommentare | comments | internet | trolls | trolle

 

IoT-Irrsinn des Monats

Das dürfte so ungefähr die dämlichste Idee des Monats April sein: ein Dildo mit integrierter Kamera und WLAN-Fähigkeit.

Offensichtlich wurde dabei nicht viel Sorge getragen, diese höchst intimen Momente nur für vertraute Personen zum Leben zu erwecken. Denn das Webinterface des Vibrators ist mit voreingestellten Zugangsdaten (Nutzer: admin, Passwort: blank) ausgestattet, die jedem im Funkbereich des Vibrators Zugriff auf die Videos der Kamera ermöglichen.

Und da die SSID des WLAN-Access-Points praktischerweise direkt nach dem Gerät benannt ist, gibt es bereits Anleitungen im Web, wie man die vernetzten Kamera-Dildos am schnell findet.

Ich denke, es wird Zeit, einen Award für die idiotischsten "Internet of Things"-Geräte zu etablieren. Himmel hilf.

PS: technisch Versierte finden hier den Original-Pentest-Artikel.

PPS: der entsprechende Motherboard-Artikel ist überschrieben mit The Internet of Shit gets up close and personal. :-D

 

Neues aus der Abteilung "Der Markt wird's schon richten"

Heute: Die Telekom verdient sich mit der Verletzung der Netzneutralität dumm und dämlich. Jaja, das Internet ist für uns alle Neuland und Datenautobahnen brauchen Überholspuren und Mautgebühren, um ordentlich funktionieren zu können.

 

Eine Runde Mitleid für unsere Cyberpolizei...

...denn sie findet nicht genügend fähige Hacker, die für ein Polizistengehalt arbeiten wollen ;-(

 

Nachrichten aus einer überwachten Welt

Und dann gibt es so Nachrichten, zu denen mir einfach nix mehr einfällt. Vielleicht brauche ich aber auch erst mal nen Kaffee...

Auch in der kanadischen Hauptstadt Ottawa wird fleißig spioniert. Journalistinnen des französischsprachigen ICI Radio-Canada haben im Stadtzentrum mehrere IMSI-Catcher aufgespürt. Mit diesen Überwachungsgeräten können beliebige Mobiltelefone erfasst und abgehört werden. Die in Ottawa nachgewiesenen Geräte decken das gesamte Parlamentsviertel, die Büros von Premierminister Justin Trudeau, das Verteidigungsministerium und diverse prominente Botschaften ab. Sogar in unmittelbarer Nähe des Redaktionsgebäudes von Radio Canada gibt es einen IMSI-Catcher.

Und keiner will's gewesen sein:

Nachdem sie fündig geworden waren, baten sie den Minister für Öffentliche Sicherheit, die Bundespolizei RCMP, die Polizei von Ottawa, den zivilen Geheimdienst CSIS und den auf Telekommunikation spezialisierten militärischen Geheimdienst CSEC um Stellungnahmen. Keiner der Genannten wollte sich bekennen oder den Verdacht entkräften; alle verwiesen darauf, auf Basis geltenden Rechts zu arbeiten.

Ich... ähm... äh... :(

PS: ein "nicht namentlich genannter kanadischer Beamter" zeigt natürlich mit dem Finger auf die Russen, soviel 2017er-Narrativ muss schon sein.

 

Neues aus der Abteilung "Der Markt wird's schon richten"

Ich war die letzten 2 Jahre auf Jobsuche. Leider erfolglos, denn immer, wenn es ums Geld ging, wurden mir am Schluss derart lächerliche Beträge geboten, dass ich dankend verzichtet habe (wenn mir nicht gerade von den Gesprächspartnern an den Kopp geknallt wurde, ich hätte von Softwareentwicklung keine Ahnung). Offenbar hat sich das Gehaltsgefüge in der IT in den letzten 12 Jahren ganz schlimm nach unten verschoben (oder ich habe keine Ahnung von Softwareentwicklung und bin hoffnungslos überbezahlt). Da man ja so gut wie nie übers Geld redet, habe ich natürlich keine Ahnung, was andere so verdienen. Was ich allerdings im Laufe der letzten 12 Jahre live beobachten konnte, waren immer mehr Typen, die meinten, sie hätten Ahnung vom Programmieren und wenn man dann in ihren Code reinguckt, fällt man vor Lachen (oder Weinen) untern Tisch. Beispiel? Beispiel.

Der Volksmund sagt "wer billig kauft, kauft zweimal", und ich glaube das gilt genauso in der Arbeitwelt. Wer billige Arbeitkräfte einstellt, bekommt billige Arbeit geliefert, und in der IT heißt das eben: Schrottcode.

Diese Erkenntnis setzt sich leider nicht durch. Statt dessen werden immer mehr Billigjobs erzeugt, und das Ergebnis kann man jetzt live bei Samsung beobachten, die mit Tizen ein "Smartgeräte"-Betriebssystem geschaffen haben, das offenbar nur aus Scheiße besteht.

In vielen Fällen sind Übergriffe aus der Ferne möglich, bei denen Angreifer Schadcode ausführen können, warnt Neiderman. Im schlimmsten Fall könnten Angreifer so Geräte komplett kapern. Sicherheitspatches sind noch nicht in Sicht.

"Der schlimmste Code, den ich je gesehen habe"

Neiderman zufolge hat Samsung bei Tizen "alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann" und offensichtlich hat "niemand, der Ahnung von Sicherheit hat, in den Code geschaut".

Macht ja nix, es geht ja nur um Smartphones. Fernseher, Webcams, u name it. Wirklich super, Samsung. Ihr macht die Welt zu einem besseren Ort. Zumindest für Scriptkiddies und Erpresser.

 

Die Sparkasse verlangt jetzt Geld fürs Geldabheben

Und so geht es los mit der Abschaffung des Bargelds:

Wer sich am Schalter Geld auszahlen lässt, bekommt das nur zweimal im Monat kostenlos. Danach sind jedesmal 0,29 Euro zu zahlen. An den Geldautomaten sind vier Abhebungen frei. Dann wird der gleiche Betrag fällig.

Das klingt jetzt noch nach nix, geht aber auch besser:

Die Sparkasse Wittgenstein gewährt ihren Kunden zwar einerseits fünf kostenlose Bargeldabhebungen am Automaten. Danach wird jedoch jedesmal 1,00 Euro fällig

Die Sparkasse Rottal-Inn erlaubt ihren Kunden nur zweimal im Monat den kostenlosen Service am Automaten. Danach kostet das Geldabheben immer 0,50 Euro

Sofort 0,50 Euro verlangen die Sparkassen in Grebenstein und Bad Sachsa.

Und wartet mal ab. In ein paar Jahren sind das 5 Euro pro Geldabheben und am Schalter gibt's dann gar nix mehr, Steierung nach oben jederzeit möglich. Denn dieses Bargeld ist für einen Überwachungsstaat einfach nur lästig.

(via postillon)
(via eay)

 

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