Grüne Politik? Könnt ihr euch abschminken!
Tuesday, 10.3.2026, 07:29 > daMaxDas geht ja gut los mit diesem Herrn Özdemir. Die Grüne Jugend fordert mehr grüne Politik in der Landesregierung, weil warum auch nicht?
Dazu sagte Özdemir in "Zur Sache! Baden-Württemberg", die Forderung mit der Parteipolitik könne sich die Grüne Jugend "abschminken". Das werde nicht passieren. "Es wird passieren, was im Landesinteresse ist. Anders kann man das Land nicht führen", so Özdemir.
In einem Land, das auf Mercedes, Porsche, Bosch und Herrenknecht angewiesen ist, glaube ich ahnen zu können, was das bedeutet.

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Jetzt mal nicht zu viel Trübsal blasen.
Grüner wird's sicher nicht in Koalitionsverhandlungen mit der gleichstarken CDU.
Wir hatten jetzt 15 Jahre Kretschmann, und mit dem hat sich unauffällig die Anzahl Windräder verfünffacht, PV verzehnfacht, Radwegstrecke verdoppelt, Bahnverkehr trotz maroder Strecken und dieser Baustelle deutlich erhöht, sowohl S-Bahnen erweitert wie Regionalzüge verstärkt, und sehr viele Wiederinbetriebnahmen von Strecken begonnen, ...
Und das Versprechen war, es geht weiter in die gleiche Richtung. Die Revolution war nie angekündigt. Das ist doch das Kunststück, das die Grünen BW hinbekommen: Umweltschutz konservativ wirken zu lassen.
Vor einem Jahr sahen die Umfragen noch stark nach Schwarz mit eine wenig Grün oder Rot aus.
Und von der grünen Jugend wäre man doch auch enttäuscht, wenn sie nicht mehr fordern würde.
Sehe das auch so wie @meh. Erstmal konstruktiv in die Koalitionsverhandlungen mit dem gleichstarken Partner.
Cem geht ja schon seit 1995 Pizza essen (https://de.wikipedia.org/wiki/Pizza-Connection_(Politik))
Auch auf der CDU seite sind ja auch einige Verlierer beleidigt, wegen der "Schmutzkampagne" und müssen sich profilieren.
Was aber so absolut gar nicht, nimmer, bloß net, aber auf gar keinen Fall geht, und da bin ich auf Seiten der grünen Jugend, ist die Diskussion um Palmer.
Und natürlich die Sache mit Palantier (https://netzpolitik.org/2025/automatisierte-datenanalyse-der-gruene-palantir-spagat/)
@meh:
Da muss ich als Eisenbahner im Südwesten gegenreden;-)
Bei PV/Erneuerbaren ist die Frage, ob das jetzt zwingend ein Erfolg der 15 Jahre Grüne als Regierungspartei sind oder ob das nicht doch eher die Folge des Ausstiegs vom Ausstieg und den Beschlüssen zum Zubau unter Merkel waren, die dann innerhalb seiner Regierungszeit so oder so eingetreten wären. Da hätte ich zumindest Zweifel, ob das "nur" den Grünen zu verdanken ist.
Im ÖPNV sehe ich den Fortschritt auch nur bedingt, denn was nützt ein scheinbares Mehr an Verkehr, wenn dieser gar nicht bewältigt werden kann? So ist durch die salopp gesagt "DB AG-Hasser" in der grünen Landesregierung die Sache eher schlechter geworden durch die massive Vergabe an private EVU.
Im Filstal waren dann statt im Viertel- bis Halbstundentakt mit Vollzügen aus 4 Doppelstock als IRE, mit 5 Doppelstock als RE und als Vollzug mit 5 Silberlingen/Flachwagen die ET mit 3 oder 5 Einzelwagen unterwegs, welche das Fahrgastaufkommen schon kapazitiv nicht bewältigt haben, und oft genug dann vor allem anfangs oft noch abgeschwächt wurden oder ausgefallen sind.
Dasselbe trifft auf die Strecken vor allem nach Tübingen und Aaalen, Heilbronn usw. bis heute zu. Über die Misere auf der Zollernbahn, , der Gäubahn, dem Bodensee-Gürtel, im Rheintal oder im Donautal mag ich gar nicht reden. Besser wäre vielleicht zu nennen, wo es nicht schlechter wurde. Da machen die wiederbelebten Zipfel in der Fläche auch nichts wett, die oft genug nur deshalb reaktiviert wurden, weil die Busse auch da das Aufkommen kaum mehr bewältigt haben und deshalb der Zug sowohl personell als auch kapazitiv schlicht besser ist.
Inzwischen ist im ländlichen Raum der ÖPNV eher wieder am Schwinden, weil keine Kohle mehr dafür aufgewendet wird und vom Stundentakt zwischen 4 und 24 Uhr ist nicht mehr viel übrig.
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/wann-faehrt-der-letzte-bus-in-bw-100.html
Eine der Ursachen dafür ist übrigens die Stadtflucht, weil die Buden in den Städten immer teurer werden und daher viele lieber pendeln, um günstiger zu wohnen. Auf diesem Gebiet haben die Grünen komplett vergeigt. Die Folgen sind noch mehr Pendler und die zumeist auf der Straße.
Bei einem weiteren Hauptthema, weswegen die Öko-Konservativen überhaupt erstmalig im Ländle Regierung wurden, haben sie ebenfalls komplett verschissen - nämlich bei S21. Der einzig gangbare Weg wäre nach wie vor gewesen, als Land Ba-Wü nach der Wahl aus den Verträgen auszusteigen und damit das Projekt zu beerdigen. Ein deutlich kostengünstigerer Bau der eigentlichen Naubaustrecke plus Umbau des Kopfbahnhofs wäre für die Bahninfrastruktur viel sinnvoller. Stattdessen hat man sich einen (nicht)-schönen und vor allem überteuerten Flaschenhals verbuddelt, der nur den beteiligten Unternehmen endlos Kohle gebracht hat und bringt. Die Gegengewinne der mit einkalkulierte Innenstadtflächen im Rosenstein sind ja qua Eisenbahngesetz bereits per du.
https://www.bei-abriss-aufstand.de/2025/09/23/neues-milliardengrab-pfaffensteigtunnel-nichts-gelernt-aus-stuttgart-21-stuttgart-rosenstein-am-wohnungsbedarf-vorbeigeplant/
Nachklatsch:
https://www.bei-abriss-aufstand.de/2026/03/10/stuttgart-nach-der-wahl-ein-blick-nach-vorne/#more-74922
@Siewurdengelesen: Die Hermann-Hesse-Bahn nicht vergessen!
Die Strecke nach Tübingen nutze ich leider seit langem. Die größte Verschlechterung ist tatsächlich die Mehrbelastung bis Wendlingen durch die Züge der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm.
Die Qualität 2019 der DB am Ende war genauso schlecht wie die der Abellio am Anfang. Und auch 2025 hat der Wechsel von SWEG Bahn Stuttgart zu DB Regio Stuttgart kaum Auswirkungen gehabt. Gefühlt wurde es seither etwas besser, die Statistik widerspricht aber.
Bei <blockquote cite="@Siewurdengelesen>Der einzig gangbare Weg wäre nach wie vor gewesen, als Land Ba-Wü nach der Wahl aus den Verträgen auszusteigen und damit das Projekt zu beerdigen. gehe ich mit, erinnere mich aber auch noch an einen Volksentscheid, damals dachte ich persönlich dann auch, der Park ist schon ruiniert, jetzt baut halt, wenn es das Volk so will.
Und selbst als absoluter Gegner 2010 war ich der Meinung, dass wir bis 2019 oder 2020 ja wohl einen fertigen Bahnhof haben werden, der zumindest ähnlich gut funktioniert wie der alte. Das ist ja nicht der erste Bahnhof, den die DB baut.
Ich bin zutiefst unzufrieden mit S21, aber tue mich schwer damit, das primär den Grünen anzulasten, ich fand sowohl die Volksabstimmung wie auch den daraus gezogenen Schluss, dem zu folgen, demokratisch richtig.
Selbst als Anhänger der Gegenbewegung hätte ich nicht gedacht, dass der Worst-Case an Kosten, den die Gegner geschätzt hatten, noch deutlich überschritten werden. Oder wir nicht noch 10, sondern 20 Jahre die seit 1994 verfallende Bahninfrastruktur nutzen müssen.
@meh:
"erinnere mich aber auch noch an einen Volksentscheid, damals dachte ich persönlich dann auch, der Park ist schon ruiniert, jetzt baut halt, wenn es das Volk so will."
Dieses Quorum war das lancierte "Ja ist Nein" darüber, ob das Land Ba-Wü sich weiter an der Finanzierung beteiligt, und nicht darüber, ob das Land aussteigt aus dem Projekt. Man könnte es auch Verarsche nennen, denn auch da wurde noch mit völlig falschen und zu niedrigen Zahlen gearbeitet:
https://www.lpb-bw.de/volksabstimmung-stuttgart21