Wo bleibt eigentlich die Revolution?
Monday, 19.1.2026, 07:07 > daMax
Der aktuelle Oxfam-Bericht zur sozialen Ungleichheit zeigt auf, wie drastisch kaputt unsere Welt ist. Gerechtigkeit existiert nicht mehr:
Der Bericht zeigt:
- Das Vermögen von Milliardär*innen weltweit ist 2025 um 2,5 Billionen US-Dollar gewachsen und hat einen neuen Höchstwert von 18,3 Billionen US-Dollar erreicht.
- Dieser Anstieg in nur einem Jahr entspricht fast dem gesamten Vermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung (4,1 Milliarden Menschen).
- Mit einem Wachstum von rund 16 Prozent hat das Vermögen der Milliardär*innen 2025 dreimal so schnell zugenommen wie in den fünf Jahren davor.
- In vier Sekunden verdient Elon Musk, der reichste Mann der Welt, so viel wie ein Mensch im weltweiten Durchschnitt in einem Jahr.
- Seit März 2020 hat das Gesamtvermögen von Milliardär*innen inflationsbereinigt um 81 Prozent oder 8,2 Billionen US-Dollar zugelegt.
- Fast die Hälfte der Weltbevölkerung, rund 3,8 Milliarden Menschen, lebt in Armut, also von weniger als 8,30 US-Dollar pro Tag.
- Die ärmere Hälfte der Bevölkerung besitzt nur 0,52 Prozent des weltweiten Vermögens, das reichste Prozent besitzt 43,8 Prozent.
Wenn wir nicht endlich einsehen, dass wir uns mit der Idee "Geld" ein Gefängnis für 99.9% der Menschheit geschaffen haben und dass Kapitalismus nicht ein gottgegebenes Geschenk ist, sehe ich wirklich finster für uns. Denn Geld ist Macht und diese Überreichen (diese hier und diese da) nutzen ihr Geld, um sich politische Macht zu kaufen bzw. weiter zu festigen. Demokratien sind da nur im Weg, es regiert sich halt leichter per Faschismus. Wenn man oben ist. Und mit einem Millionär wie Fritze Merz an der Spitze wird niemals den reichen in die Tasche gefriffen, das wisst ihr aber.

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Revolution JA. Aber Ideen von Linker Politik oder Kommunismus usw. sind ganz sicher keine vernünftige Lösung. Es handelt sich um ein weltweites Problem das sich nicht lokal lösen lässt und es ist schon erstaunlich das wenn es um Steuern geht die USA sogar ganze Länder wie Schweiz, Bahamas, Cayman Inseln, Luxemburg zur unfreiwilligen Mitarbeit bewegt haben... diese Barrieren aber bei Verschenkung oder Vererbung nicht greifen oder niemanden interessieren tun.
Man könnte sich zudem mal mit folgenden zwei Fragen beschäftigen:
1. Soll es eine Obergrenze für die Entlohnung in einer Aktiengesellschaft geben (z.B. der Chef/Boss darf nicht mehr als das 8-fache des niedrigsten Arbeiters verdienen).
2. Soll es Vermögensobergrenzen geben, z.B. nicht mehr als 1 Milliarde US Dollar pro Person (die Frage ist dann aber auch imemr schwer zu beantworten wenn das Geld in irgendwelchen Beteiligungen, Immobilien, Firmen, Investments steckt).
Das ganze darf man natürlich nicht nur rein philosophisch betrachten und entscheiden sondern man muss sich dann auch der weltweiten Kontrolle und deren Konsequenzen bewusst werden!
@Tobias: Deine Vorschläge erinnern an Thesen auch mehr oder weniger "linker" Fachleute. Sind okay! ACK.
Es ist natürlich müßig, darüber zu streiten, ob linke Politik „ganz sicher keine vernünftige Lösung“ ist. Aber du hast damit angefangen
Es ist richtig, ich kenne keinen Staat der sich kommunistisch nennt und z.B. die Menschenrechte einhält. Ich kenne kaum ein sozialistisches Land, dass diese Zuschreibung verdient, schon gar nicht dauerhaft.
Doch das bedeutet noch lange nicht, dass „linke Politik“, also eine Politik, die sich an die Arbeitnehmer wendet, unvernünftig sei. Nehmen wir die Idee von Marx von der Entfremdung von der Arbeit. Die ist aktueller, denn je und hat massive negative Folgen, für Menschen und Wirtschaft. Es ist dumm und wirtschaftsschädigend, das zu ignorieren. Told you so!
Vielleicht sollte man nicht immer glauben, was man denkt. Ich persönlich wünsche mir jedenfalls eine SPD, die den Namen verdient, eine konsequente Politik realisiert und die sich ihrer Geschichte und Aufgabe bewußt ist. (konkrete SPD-Kritik mal gestrichen. Weil, bin auch in Grenzen „kompromissfähig“)
Ach ja, ein wenig Rationalität und Sachkenntnis (was ist nochmal ne KI, stellen wir uns mal ganz dumm...) in der Politik wäre auch nicht soo schlecht. Von Empathie und Toleranz, auch nicht so Reichen gegenüber, ganz zu schweigen...
PS: könnte man heute noch youtube nutzen, dann stünde hier ein Link auf das „Bürgerlied“ von Adalbert Harnisch (1845) - zur allgemeinen Erbauung und als Erinnerung.
"Soziale Ungerechtigkeit" - das gab es schon bei den Simpsons, ich meinte bei Marx, Karl. Hat er vor 150 Jahren erklärt, ist eine systemische Sache, also warum darüber aufregen? Und solange es allen gut geht, ist doch super.
P.S.: Revolution ist nur für zukünftige Machtmissbraucherinnen erstrebenswert, so wie es beginnt, wird es enden.
@Joachim: full ack.