We are legion, Pt.2

April 15th, 2012, 03:21 > da/Y\ax

Hab ich's nicht gesagt? Ich hab's gesagt. Es wird Zeit, den Spieß umzudrehen und endlich mal mit stolzgeschwellter Brust zu sagen: Contentmafia verrecke!!!11EInSeLf!!"! Etwas in der Richtung lese ich zumindest in Johnnys neuesten Artikel hinein. Und ihr? Seht ihr das ähnlich oder lest ihr da etwas gänzlich anderes zwischen den Zeilen?

Reformiert die planlose GEMA, die mit ihrer aktuellen, völlig am Thema vorbei agierenden Image-Kampagne erneut beweist, dass sie nicht einmal den Ansatz eines Schimmers hat, worum es in ihrem irre schlechten Ansehen in der Bevölkerung wirklich geht; setzt euch mit den Googles und Facebooks dieser Welt, die keineswegs so harmlos und weltrettend sind, wie es einige Anti-Urheberrechtsmeinungen zu glauben scheinen, sowie mit den Geräteherstellern und Zugangsprovidern an einen Tisch; und verhandelt zusätzlich zu den vorhandenen und kommenden Verwertungsarten von iTunes bis Spotify fair zu verteilende Pauschalen an den vielen anderen Stellen, an denen tonnenweise Geld mit dem Zugang zu Inhalten gemacht wird.

[...]

1) Das Urheberrecht wird nicht abgeschafft werden, selbst wenn ganz viele Piraten ganz doll mit dem Fuß aufstampfen.

2) Private Kopien von digitalen Dateien lassen sich nicht unterbinden, selbst wenn sich die Vereinten Nationen einschalten.

5 Meinungen zu “We are legion, Pt.2”

  1. Publicviewer meinte:

    Du hast deine Frage doch selbst beantwortet…
    Da steht eben nicht “Contentmafia verrecke”, sondern das was Du danach geschrieben hast….?

  2. Guy Fawkes meinte:

    Über Facebook:

    Viele sollten sich über ihre eigene Rolle bei einer Facebook-”Mitgliedschaft” einmal Gedanken machen. Wie leicht bezeichnet man sich selbst als (ganz unverdächtig klingend) “Nutzer” oder aber (schon sehr forsch) “Kunden” – doch wer “nutzt” hier eigentlich wessen Dienste, wer ist hier eigentlich wessen Kunde? Um es klarzustellen: Facebook verkauft die Datensätze en gros an Marketingfirmen aller Art, die mit statistischen Analysealgorithmen (sogenanntes Data Mining) erschöpfend aussagekräftige Verhaltensprofile erstellen. Daß Agenten des Staates das ebenfalls tun (und dies eine weitaus schlimmere Vorstellung als bei Werbekeilern ist), sollte ebenfalls klar sein.

    Das und die auf das eigene Profil und die eigenen Facebook-Nutzungsgewohnheiten zugeschnittene Werbung auf der Plattform selbst sind die Einnahmequelle von Zuckerberg & Co. Somit ist der Facebook-”Nutzer” in Wahrheit gar kein “Nutzer” oder “Kunde”, sondern ein Benutzter, oder brutaler ausgedrückt: ein unbezahlter Lieferant. Dafür, daß er wildfremden Menschen brav sein komplettes Leben offenbart, erhält er noch nicht einmal ein Dankeschön, geschweige denn eine subtanziellere Gegenleistung.

    “Aber ich erhalte doch die ganzen Funktionen eines sozialen Netzwerkes als Gegenleistung”, mag mancher einwenden. Nur, worin genau bestehen diese Leistungen denn eigentlich? Etwa darin, daß Textnachrichten und Bilder über eine graphische Benutzeroberfläche öffentlich zugänglich gemacht werden können? Das erscheint mir (abgesehen davon, daß man bei Facebook nach meinem Wissen weder die digitale Textnachricht noch den Webspace erfunden hat) ein sehr dürftiger Leistungsumfang zu sein, zumal das – übertragen auf das alltägliche Leben außerhalb des Internets – in etwa folgendem Vorgehen entspräche: jeder läuft auf der Straße mit großen Plakaten herum, auf denen er seine Aktivitäten der vergangenen Tage aufschreibt. (Alternativ schreien auch alle wild mit Megaphonen durcheinander, wie müde/hungrig/gelangweilt/gut aufgelegt/usw. sie gerade sind). Jeden Abend setzt man sich dann nochmal zuhause hin und schreibt einen Kettenbrief, auf den man lustige Bilder klebt und die Namen von Popsternchen vermerkt, die man gerade neu gefunden hat. Der wird dann fünfhundert Mal kopiert und an ebensoviele “Freunde” versendet. Ja, mit solchen absurden Trivialitäten verplempern die Leute ihre Zeit, sobald es nur noch einige Mausklick kostet. Wer es in Ordnung findet, sich zugunsten einiger Marketingbuden und Staatsschnüffler derart zum Kasper zu machen, der mag tatsächlich zu Recht von einer erbrachten “Leistung” sprechen.

    Schlußfolgerung: bei Facebook kein Mitglied zu sein, ist schon allein eine Frage des ökonomischen Hausverstandes. Von den damit verbundenen Stilfragen einmal ganz abgesehen.

    P.S.: über die Idiotie, die unter dem Namen “Twitter” das ganze nochmals geschätzte fünf IQ-Oktaven hinuntertransponiert, wollen wir hier jetzt keine unnötigen Worte verlieren.

  3. da]v[ax meinte:

    @Guy Fawkes, ach mein lieber Guido, wir sollten echt mal ein Bierchen miteinander zischen gehn. Du gefällst mit. Allerdings bin ich der Meinung, dass twitter ggü. Facebook ein paar IQ-Punkte mehr vorzuweisen hat. Aber auch das lässt sich trefflich bei einem Bier diskutieren. Du bist nicht zufällig auf der re:publica?

  4. Moss meinte:

    @Guy Fawkes, Du schreibst da in vielen wahren Worten auf, warum ich nicht verstehe, warum um alles ich da mitmachen sollte, oder auch bei Twitter oder wie diese «sozialen Netzwerke» auch immer so heißen. Ja, ich verstehe noch nicht mal den Namen — wie kann denn ein Netzwerk genanntes Plapperdingens sozial sein? Ich bin das (oder eben nicht) und mein Nachbar und die Typen an meinem Stammtisch sind das, aber ein Netz?

    @Max, das mit dem Bierchen kann ich unterschreiben. Nach Köln bring ich dann halt selber welches mit … <duck>

  5. daMax meinte:

    @Moss, brauchst Dich nicht zu ducken, ich find Kölsch auch immer noch nicht so toll. Allerdings isses nach 5 Bier dann auch egal :lol:

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