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Vorratsdatenspeicherung auf Neusprech

Mittwoch, 29.4.2015, 22:29 > da]v[ax

escher-eye-640_cc-by-nc-sa_smeerchSo redet unsere Geliebte Bundesregierung um den heißen Brei:

Es geht hier auch nicht um das Thema Vorratsdaten und den Zugriff auf Vorratsdaten, sondern es geht um die sogenannte Bestandsdatenauskunft, nämlich den mittelbaren Zugriff auf Vorratsdaten durch die Unternehmen. Die Verkehrsdaten werden bei diesem Vorgang nicht verbeauskunftet, sondern die Verkehrsdaten werden dafür genutzt, dass der jeweilige Telekommunikationsunternehmer aufgrund der Zuordnung der dynamischen IP-Adresse in die Vergangenheit in der Lage ist, den hinter dieser dynamischen IP-Adresse zu einem bestimmten Zeitpunkt stehenden Nutzer zu identifizieren und zu beauskunften. Das ist der Sachverhalt, über den wir sprechen.

Ich bin heute zu müde, das nach deutsch zu übersetzen. Was für eine Farce.

(bild: smeerch [CC BY-ND-SA])

10 Meinungen zu “Vorratsdatenspeicherung auf Neusprech”

  1. sergej meinte:

    Also, ich hoffe ich verstehe das richtig: Es geht nicht um die Vorratsdaten sondern um die Vorratsdaten und die Daten werden auch nicht herausgegeben sondern sie werden herausgegeben. Äh, ...ja.

  2. ninjaturkey meinte:

    Man spricht eben bewusst nicht die gleiche Sprache und hofft die Bevölkerung so verblödet (man tut ja nicht eben wenig dafür), dass sie verquastes Juristen-/Beamtendeutsch nicht mehr versteht. Dummerweise beherrschen wir durch zunehmende Gängelung durch Ämter und Behörden in diese Sprache fließend.

  3. daMäx meinte:

    @sergej: ja, so in etwa verstehe ich das auch.

  4. JoyntSoft meinte:

    Ich bin der Ansicht, die Typen, die solcherlei von sich geben, sind arrogant genug, uns alle für Idioten zu halten und zu glauben, da käme keiner dahinter; als fiele niemandem auf, dass eben doch Verkehrsdaten benutzt und, mom, nicht dass ich da jetzt was falsches schreibe, "verbeauskunftet" werden.
    Übrigens auch eine geniale Wortschöpfung, dieses "verbeauskunftet", ein Synonym für "weiter gegeben" oder "mitgeteilt". :kotz:

    Geil auch das mit der Nebenabsprache: In der PK fiel wohl auf, dass wieder jemand überpräzise verneinte, es gebe keine "geheime Nebenabsprache"; es stellte sich heraus, dass sie nicht öffentlich ist, aber nicht öffentlich ist halt nicht geheim.

    Im Übrigen wird es so kommen, wie bei den Daten der LKW-Maut, es werden diese Daten benutzt werden, von jeder Dienststelle, die will, zu jedem Zweck, den sie will und es wird nicht sanktioniert werden.
    Dasselbe wird auch mit den Daten der PKW-Maut passieren, mit denen der "Gesundheits-"karte usw.
    Warum? Weil die Daten da sind und weil sies können.

  5. Moss meinte:

    nicht öffentlich ist halt nicht geheim

    Ich kürze mal: nicht öffentlich = nicht geheim.

  6. sergej meinte:

    Es gab auch keine "Erkenntnisse", dass die NSA alles abhört, ...nur "Hinweise".

    PS: Was wir jetzt gerade brauchen? Ein bisschen Ablenkung.

  7. da]v[ax meinte:

    @Moss: und genau das passt hervorragend zur aktuellen Lage der Weltpolitik.

    Geheimdienste bespitzeln Regierungen, die im Geheimen Geheimgesetze zusammenschrauben, die dann wiederum vor Geheimgerichten verhandelt werden.

  8. JoyntSoft meinte:

    @da]v[ax: Aber: PSSSST!

    Is doch geheim!

    Argumentieren wir doch mal so: Die müssen was zu verbergen haben, sonst wäre die Shice nicht geheim.
    Jetzt wäre es natürlich interessant, zu erfahren, warum und was vor wem verborgen werden soll.
    Stellen wir doch mal Vermutungen auf: Die Bespitzelung der gesamten Bevölkerung und deren mögliche Folgen sollen vor eben dieser verborgen werden, weil es sonst sein könnte, dass sich doch mehr Menschen gedanken machen und die, für die geheimhaltenden, falschen Schlüsse ziehen.
    Weitere mögliche Gründe (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Verschleierung von Korruption, Verschleierung von Profiling (Bewegung, Kaufverhalten, Gesundheit, Finanzen etc.).
    Eines allerdings können wir definitiv als Grund ausschließen: Verhinderung von Verbrechen.

    "wer nichts zu verbergen hat, muss auch keine Angst haben."
    http://www.heise.de/tp/artikel/23/23625/1.html (man beachte das Datum der Veröffentlichung ;) )

  9. rainer meinte:

    ....dann müsste die Bevölkerung mal so langsam ein Geheimgericht einführen und dann die Regierungsverbrecher mal geheim verurteilen.....

Trackbacks/Pingbacks:
  1. […] Man kann statt "verbauskunften" einfach "mitgeteilt" sagen, "gesendet" oder - salopp formuliert - "verraten". Man kann zwanzig weitere Wörter benutzen, allesamt treffender und im Duden aufzufinden. Man kann nicht "beauskunften" sagen. Geht nicht. Darf nicht. Ist in keiner lebenden oder toten Sprache vorgesehen. Schon gar nicht "verbeauskunften" oder "verbeauskunftungstransagieren". Was soll das? Fragt sich nicht nur der Max. […]

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