‘The power game’
to daMax
Google Play: Spiel nicht mit den Datenkraken
March 8th, 2012, 16:47Über Apple meckern ist einfach, die sind schließlich des Teufels. Aber Google tut alles, um genauso verhasst zu werden. Ich bin seit ein paar Monaten Besitzer eines Android-Telefons und damit auf übelste Weise an Google gefesselt, wenn ich nicht so komplizierte Dinge tun will wie Custom-ROMS reinzupopeln. Also brauchte ich gleich mal ein Googlemailkonto um Zugang zum Android-Market zu bekommen (da gibts die Apps). Das war schon schlimm genug.
Heute früh wollte ich mir einen Timer installieren um mein Frühstücksei ordentlich gekocht zu kriegen, da poppt mit die Meldung entgegen: "Apps kriegst du erst wieder, wenn du unseren neuen PLAY Nutzungsbedingungen zustimmst." Ich war noch müde und hatte keinen Bock da drauf. Nun bin ich wacher und habe die mal überflogen. Weit bin ich nicht gekommen, dann hatte ich mir schon wieder den ganzen Pulli versaut. Ein paar wahllose Highlights:
2. Bereitstellung von Google Play durch Google
2.1 Google ist berechtigt, das Angebot von Google Play (oder irgendeines Angebotes innerhalb von Google Play) für Sie oder für alle Nutzer nach dem alleinigen Ermessen von Google zu beenden (für immer oder vorübergehend).
[...]
2.2 Für den Fall, dass Google den Zugang zu Ihrem Konto schließt, können Sie daran gehindert sein, auf Google Play, Ihre Kontodetails oder Dateien oder andere Produkte, die in Ihrem Konto gespeichert sind, zuzugreifen. Aus diesem Grund sollten Sie stets eine Sicherungskopie Ihrer Inhalte machen.
[...]
2.4 Wenn Google auf Google Play ein Produkt entdeckt, das die Nutzungsbedingungen für den Entwicklervertrieb oder anwendbare Gesetze verletzt, hat Google das Recht nach eigenem Ermessen ein solches Produkt durch Fernzugriff von Ihrem Gerät zu entfernen
[...]
3. Ihre Nutzung von Google Play3.1 Um bestimmte Dienste von Google Play nutzen zu können, kann es erforderlich sein, Informationen über sich selbst, wie Name, Adresse und Rechnungsdaten, zur Verfügung zu stellen. Sie stellen sicher, dass Informationen, die Sie Google zur Verfügung stellen, stets richtig und aktuell sind.
[...]
Obendrein gilt natürlich auch hier die neue "Privacy"-Richtlinie, deren Name ein Witz ist, zielt sie doch eher auf das Gegenteil von Privatsphäre ab.
Ich verzichte.
Free Pussy Riot!
March 7th, 2012, 20:47Von Pussy Riot hatte ich euch ja schon erzählt. Dass sie im Gefängnis in Hungerstreik getreten sind auch. Nun möchte ich euch bitten, den Damen Solidarität zu zeigen indem ihr diese Grafik großzügig verbreitet und euren Liebsten von Pussy Riot's Musik und Schicksal berichtet.

Auf der Livejournal-Seite gibt es Solidaritäts-Banner und mehr Infos (auf russisch):
http://pussy-riot.livejournal.com/
Nacktscanner austricksen leicht gemacht
March 7th, 2012, 19:33Pssst! Diese milliardenteuren Nacktscanner an den Flughäfen erkennen keine Metallgegenstände, wenn sie in einer Innentasche der Kleidung getragen werden. Aber sie machen hübsche Nacktfotos.
Alternativlos 22
March 7th, 2012, 18:04Ich hatte es bereits in den Links, jetzt nochmal gesondert. Die 22. Ausgabe von Alternativlos ist fertig. Es geht gar nicht so sehr um Korruption sondern ganz viel um die Funktionsweise von Politik und Kapitalismus. Geht ein bisschen lahm los, aber so ab Minute 46 wird's echt aufschlussreich. Wer mal wissen will, wie wir durch die Weltbank und den Internationalen Währungsfonds geschröpft werden und wie wir als Deutschland Griechenland kaputt machen, sollte sich das zu Gemüte führen. Spucktüten bereithalten, Zähne zusammenbeißen und durch.
Franks Statement ab 83:32 gefällt mir außerordentlich gut.
Russische Pressefreiheit
March 7th, 2012, 17:03Putin zu den Demonstranten: Macht mal lieber echte Politik anstatt gegen mich zu protestieren. Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.
He also noted that the police saved several journalists who were attacked by protesters by hiding them in police vehicles.
Hör mal was da rauscht
March 7th, 2012, 12:55Ach du Scheiße! Die lückenlose Überwachung ist wieder einen großen Schritt vorangekommen. Ein paar Indern ist es gelungen, anhand des Rauschens in der Leitung zu erkennen, woher ein Telefonanruf kommt.
"Wir können nicht nur feststellen, ob jemand aus dem Festnetz oder per Handy anruft, sondern auch, ob ein mobiler Anruf aus Atlanta in Wirklichkeit von einem Telefon in Nigeria gemacht wird", sagt Vijay Balasubramaniyan, CEO und Mitgründer des Start-ups Pindrop Security. Längst sei es ein Leichtes, Rufnummern zu fälschen und sich dann mit online abgegriffenen "Codewörtern" – etwa mittels Phishing-Angriffen – im Telefon-Banking auszuweisen.
"Instilling fear in the population"
March 7th, 2012, 12:53Soso. Der Norwegennazi wird also wegen Terrorismus angeklagt. Das wäre für mich nicht weiter berichtenswert, wäre da nicht dieser Satz:
He is accused under the country’s anti-terror law referring to violent acts targeting the government and instilling fear in the population.
So gesehen müsste jede Regierung der westlichen Welt wegen Terrorismus vor Gericht stehen, oder? Furcht und Panik zu schüren ist ja wohl die derzeit einzige Daseinsberechtigung sämtlicher Innenminister und ähnlicher Bluthunde...
YourAnonNews spricht mir aus der Seele
March 7th, 2012, 12:14
Ich übersetz das mal eben:
Dieses Bild zeigt wie es mir geht, wenn ich daran denke, wie viele Onlineüberwachungs- und Urheberrechtsverletzungsgesetze von den Regierungen dieser Welt im Moment verhandelt werden.
Aber dann fällt mir wieder ein: Wir sind Anonymous. Wir sind Legion. Wir werden für die Grundrechte kämpfen, die jedem Internetnutzer zustehen. Und wir werden den Kampf nicht aufgeben. Niemals.
BILDende Leistung muss geschützt werden!
March 7th, 2012, 12:10Wie gesagt: ich bin müde. Wahrscheinlich sollte ich mich jetzt darüber aufregen, dass Springer sich von unserer Regierung ein Gesetz auf den Leib schneidern lässt, das dem Verlag noch mehr Geld sichert, wo doch seine Werbeeinnahmen im Internetbusiness schon letztes Jahr massiv nach oben geschnellt sind. Aber dazu bin ich zu müde.
Und wieder ein Lobbygesetz, diesmal für Springer (Updates)
March 6th, 2012, 17:55Manchmal bin ich einfach nur noch müde. Jetzt zum Beispiel gibt es wieder ein Gesetz, das einzig und allein auf massive Lobbyarbeit der Bonzen Verlage zurückzuführen ist und mal wieder auf das Internet als solches abzielt.
Ich bin allerdings so müde, dass ich dazu nichts schreiben mag. Statt dessen habe ich euch ein paar Links zusammengestellt, anhand derer ihr euch ein eigenes Bild machen könnt. Ich hasse diese Regierung.
Ich würde schmunzeln, wenn Google jetzt einfach kommentarlos sämtliche deutschen Zeitungen aus den Suchergebnissen verbannen würde. Das wäre konsequent. Allein, es fehlt mir der Glaube. Ob ich jedoch noch mal auf eine Zeitung verlinke, muss ich mir echt überlegen.
1. Update: flatter hat auch was dazu geschrieben. “Leistungsschutzrecht”: Mehr Bürokratie wagen
2. Update: Henning auch.
3. Update: Thomas Stadler auch:
Und weil mir jetzt bestimmt wieder jemand erklären wird, dass das alles aber im Sinne der Urheber sei, wiederhole ich gerne erneut, dass dies nicht der Fall ist und dieses Leistungsschutzrecht die Position freier Journalisten vielmehr weiter schwächen wird.
ACTA: Totgeglaubte leben länger
March 6th, 2012, 07:49European Digital Rights (EDRi) hat einen möglichen Fahrplan für den weiteren ACTA-Verlauf veröffentlicht, den der Digitale Gesellschaft e.V. übersetzt hat:
Die Pläne, um ACTA wieder zu beleben
In aller Kürze:
Da dieses Jahr keine endgültige Abstimmung stattfinden wird, ist anzunehmen, dass unter den Aktivisten eine geringere Dringlichkeit verspürt wird, die Abgeordneten zu kontaktieren – wodurch die Kommission und die übriggebliebenen Pro-ACTA-Lobbyisten mehr Spielraum zur Beeinflussung des Abstimmungsverhaltens erhalten.
Ihr seht, der Kampf ist leider noch nicht ausgestanden. Der wird auch so lange währen bis das letzte Eckchen freies Internet vollständig zensiert und unter Kontrolle ist ![]()
Und wenn ihr wissen wollt...
March 5th, 2012, 08:42...warum wir "Internet-Aktivisten" so laut gegen Internetzensurinfrastrukturen sind:
Zwei Internetprovider haben über 8.000 Webseiten auf Veranlassung der Abteilung für Internetkriminalität Nitec der dänischen Polizei mehrere Stunden lang gesperrt, darunter auch Google und Facebook. Ein Nitec-Mitarbeiter hatte die Webseiten versehentlich einer Sperrliste hinzugefügt, die an sämtliche Internetprovider in Dänemark ging.
Sowas könnte nicht passieren, wäre die Infrastruktur nicht erst geschaffen worden. Und: was heute angeblich "versehentlich" passiert, wird morgen mit voller Absicht passieren. Told u so.
Siehe auch heise: Dänischer Polizist sperrt versehentlich 8000 Websites
PS: und ich weigere mich auch weiterhin, meine/n Redefluss/in zu gendern.
(via ereignisdingens)

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