Lesefutter (Nachschlag)

Montag, 4.9.2017, 07:36 > da]v[ax

Philip Sington - Das Einstein-Mädchen

Diesen Roman hatte ich gestern ganz vergessen. Noch so ein Buch, das mich völlig überraschend ziemlich begeistert hat. Die Story dreht sich um eine Frau, die 1932 nackt und bewusstlos in einem Wald bei Caputh vor den Toren Berlins aufgefunden und in die Charité verbracht wird. Als sie aus dem Koma aufwacht, hat sie komplett das Gedächtnis verloren, inklusive der Erinnerung ihres eigenen Namens. Da bei ihr ein Programmzettel für einen Vortrag von Albert Einstein gefunden wird, bekommt sie schon bald den Spitznamen "Das Einstein-Mädchen". Ihr behandelnder Art, Martin Kirsch, entwickelt den schon fast obsessiven Willen, herauszufinden, wer sie ist. Naja, und dann geht es los...

Das Buch enthält viele biographische Elemente aus Albert Einsteins Leben, die ich so noch nicht kannte und vermischt auch sonst viele historische Fakten gekonnt mit der fiktiven Handlung. Ich fand mich immer öfter auf Wikipedia und historischen Websites wieder, um nach zu prüfen, was von der Handlung tatsächlich stattgefunden hat und war immer wieder überrascht, wie viel Wahrheit in dem Buch steckt. Was eigentlich nicht verwundert, wenn man weiß, dass Philip Sington Historiker ist B-)

Ein echter Geheimtipp für alle, die keine Stilgrenzen scheuen und Spaß finden könnten an einem Krimi gepaart mit einer Liebesgeschichte unter Einfluss von Geschichte, Nazis und Quantenmechanik.