Vorsicht, kulturelle Aneigung Bei Scan The World gibt es über 18.000 Kunstwerke der Menschheitsgeschichte als 3D-Druckvorlagen. Viel Spaß beim Nachdrucken, aber lasst euch nicht von der Empöria erwischen
Das Abbild der Steinskulpturen der Moai finde ich faszinierend. Keine Ahnung, aus irgend einem mir unverständlichem Grund üben sie auf mich eine Faszination aus. Da die Erbauer (polynesischen Ureinwohner) der Originale praktisch ganz verdrängt wurden und sich niemand(?) an die genaue Bedeutung erinnert, kann man fragen ob in diesem Fall die "kulturelle Aneignung" nicht ehr eine Hommage oder Erinnerung ist.
Platz Nummer zwei hat für mich Don Quixote. Man kämpft ja dauernd gegen irgendwelche Windmühlen. Kann mir jemand sagen, wieso man den Ritter der traurigen Gestalt immer sofort erkennt?
Eins noch: wenn man das mal raus hat ist 3D-Druck relativ einfach. Das Modell zu erstellen aber sicher nicht. Hat jemand Erfahrungen?
@DasKleineTeilchen: Na ja, "wir" habe hier nichts nachgebaut sondern eigene (technische) Modelle mit einem 3D-Programm erstellt. Sicher nicht so schön, aber funktional. Am Anfang hat das ganz schön lange gedauert.
@Joachim: Ja, indirekt. Am einfachsten lassen sich 3d-Modelle mit der Photogrammetrie-Methode erstellen (https://de.wikipedia.org/wiki/Photogrammetrie) dafür reicht eine Digitalkamera.
Die gewerbliche Instant-fertig-Konserven-Software zur Berechnung ist rel.teuer (zumindest vor ein paar Jahren, um die 5k).
Du kannst Dir aber auch privat einen workflow aus mehreren Softwareschritten zusammenstellen (hier ein beispielüberblick: https://all3dp.com/de/1/photogrammetrie-programm-3d-scan/ ).
Denke bitte daran, daß obwohl die software opensource ist, die meisten Lizenzen keine gewerbliche Nutzung hergeben. Und ob konservensoftware oder opensource: das ganze ist sehr rechenintensiv.
Ich habe mich damit vor einiger Zeit länger beschäftigt, um für einen Bekannten einen Workflow zu erstellen. Da ging es aber nicht um Statuen o.ä. sondern um topographische berechnungen in verbindung mit Drohnenaufnahmen, um Aushubflächen zu berechnen, haben aber aus Spaß an der MAterie auch Objekte und Personen/Büsten erstellt. Die "Technik" ist die gleiche.
ich empfehle zum einstieg 3DF Zephyr Free weils relativ unkompliziert ist und du nicht zwangsläufig ne fette GPU brauchst (der rechner rödelt dann einfach länger), ausreichend RAM vorausgesetzt. und wenns dann dicker und besser werden soll und for free ist meshroom das programm der wahl; für den feinschliff und weitere bearbeitung ist dann meshlab
ich hab 2008 mit der damaligen free fassung von DAVID und nem selbstverbasteltem laserscanner aus ner laserwasserwaage meine ersten scans gemacht, aber photogrametrie ist mit heutigen kameras das mittel der wahl.
edith/ ich hab jetzt nochma im archive rumgestöbert; zum erst-erst-einstieg empfehle ich da das alte gute agisoft stereoscan (free): super einfach und mesh-erzeugung aus 2 fotos, die .msi installation liegt auch noch auf den archive-servern, gerade ausprobiert:
ich empfehle zum einstieg 3DF Zephyr Free weils relativ unkompliziert ist und du nicht zwangsläufig ne fette GPU brauchst (der rechner rödelt dann einfach länger), ausreichend RAM vorausgesetzt. und wenns dann dicker und besser werden soll und for free ist meshroom das programm der wahl; für den feinschliff und weitere bearbeitung ist dann meshlab
ich hab 2008 mit der damaligen free fassung von DAVID und nem selbstverbasteltem laserscanner aus ner laserwasserwaage meine ersten scans gemacht, aber photogrametrie ist mit heutigen kameras das mittel der wahl.
ich hab nochmal bischen im archive rumgestöbert, zum erst-erst-einstieg gabs von agisoft mal das sehr nette free-programm "agisoft stereoscan", mit dem aus nur 2 fotos bereits ausgesprochen gute meshes erstellt werden können und siehe da, das archive hat auch noch die installations-msi auf ihren servern:
Nu muss ich nur mal schauen, ob sscan64 auch unter wine geht. Sonst Plan B. Stereoscan gibt's gar direkt für Linux. Das war jetzt wirklich super nett von euch!
imma gern. um mal zu zeigen, was du von stereoscan erwarten kannst; scan von nem freund mit diesen 2 fotos ergibt dieses roh-mesh (mittlere auflösung, ca 10.000 polys, keinerlei nachbearbeitung). fotos sind in diesem fall nicht optimal, aber brauchbar. immer auf flächige ausleuchtung achten, keinen blitz verwenden (glanzflecken), so scharf wie nur geht und eher lange brennweite.
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Das Abbild der Steinskulpturen der Moai finde ich faszinierend. Keine Ahnung, aus irgend einem mir unverständlichem Grund üben sie auf mich eine Faszination aus. Da die Erbauer (polynesischen Ureinwohner) der Originale praktisch ganz verdrängt wurden und sich niemand(?) an die genaue Bedeutung erinnert, kann man fragen ob in diesem Fall die "kulturelle Aneignung" nicht ehr eine Hommage oder Erinnerung ist.
Platz Nummer zwei hat für mich Don Quixote. Man kämpft ja dauernd gegen irgendwelche Windmühlen. Kann mir jemand sagen, wieso man den Ritter der traurigen Gestalt immer sofort erkennt?
Eins noch: wenn man das mal raus hat ist 3D-Druck relativ einfach. Das Modell zu erstellen aber sicher nicht. Hat jemand Erfahrungen?
@joachim:
Das Modell zu erstellen aber sicher nicht
was meinst du? rohscan und weiterer feinschliff?
@DasKleineTeilchen: Na ja, "wir" habe hier nichts nachgebaut sondern eigene (technische) Modelle mit einem 3D-Programm erstellt. Sicher nicht so schön, aber funktional. Am Anfang hat das ganz schön lange gedauert.
@Joachim: für diese Kunstwerke wurde mit Sicherheit ein 3D-Scanner
eingesetzt.
@da]v[ax: Schon klar. Deshalb die Frage, ob da jemand schon Erfahrung mit hat. Das würde mich sehr interessieren.
@Joachim: Ja, indirekt. Am einfachsten lassen sich 3d-Modelle mit der Photogrammetrie-Methode erstellen (https://de.wikipedia.org/wiki/Photogrammetrie) dafür reicht eine Digitalkamera.
Die gewerbliche Instant-fertig-Konserven-Software zur Berechnung ist rel.teuer (zumindest vor ein paar Jahren, um die 5k).
Du kannst Dir aber auch privat einen workflow aus mehreren Softwareschritten zusammenstellen (hier ein beispielüberblick: https://all3dp.com/de/1/photogrammetrie-programm-3d-scan/ ).
Denke bitte daran, daß obwohl die software opensource ist, die meisten Lizenzen keine gewerbliche Nutzung hergeben. Und ob konservensoftware oder opensource: das ganze ist sehr rechenintensiv.
Ich habe mich damit vor einiger Zeit länger beschäftigt, um für einen Bekannten einen Workflow zu erstellen. Da ging es aber nicht um Statuen o.ä. sondern um topographische berechnungen in verbindung mit Drohnenaufnahmen, um Aushubflächen zu berechnen, haben aber aus Spaß an der MAterie auch Objekte und Personen/Büsten erstellt. Die "Technik" ist die gleiche.
@Lilli:
haha, klasse; du hast mehr oder weniger meinen kommentar vorwegenommen.
@joachim:
zum beispielüberblick von lilli noch dieser:
https://www.sculpteo.com/en/3d-learning-hub/3d-printing-software/photogrammetry-software/
ich empfehle zum einstieg 3DF Zephyr Free weils relativ unkompliziert ist und du nicht zwangsläufig ne fette GPU brauchst (der rechner rödelt dann einfach länger), ausreichend RAM vorausgesetzt. und wenns dann dicker und besser werden soll und for free ist meshroom das programm der wahl; für den feinschliff und weitere bearbeitung ist dann meshlab
https://www.meshlab.net/
das richtige.
ich hab 2008 mit der damaligen free fassung von DAVID und nem selbstverbasteltem laserscanner aus ner laserwasserwaage meine ersten scans gemacht, aber photogrametrie ist mit heutigen kameras das mittel der wahl.
edith/ ich hab jetzt nochma im archive rumgestöbert; zum erst-erst-einstieg empfehle ich da das alte gute agisoft stereoscan (free): super einfach und mesh-erzeugung aus 2 fotos, die .msi installation liegt auch noch auf den archive-servern, gerade ausprobiert:
https://web.archive.org/web/20140625053603/http://agisoft.ru/products/stereoscan/
download direkt:
https://web.archive.org/web/20140419020616/http://downloads.agisoft.ru/win/sscan64_1_0_1_setup.msi
ja geil, 2 links noch zusätzlich in meinen kommentar gepackt und weg im orkus des spamfilters?!?
@Lilli: Ganz vielen Dank für die Links.
)
(Leider kann ich mir das nicht sofort ansehen - Homeoffice und auf mich wartende Kollegen
edith/ ursprünglicher post ohne nachfolgende ergänzung:
@Lilli:
haha, klasse; du hast mehr oder weniger meinen kommentar vorwegenommen.
@joachim:
zum beispielüberblick von lilli noch dieser:
https://www.sculpteo.com/en/3d-learning-hub/3d-printing-software/photogrammetry-software/
ich empfehle zum einstieg 3DF Zephyr Free weils relativ unkompliziert ist und du nicht zwangsläufig ne fette GPU brauchst (der rechner rödelt dann einfach länger), ausreichend RAM vorausgesetzt. und wenns dann dicker und besser werden soll und for free ist meshroom das programm der wahl; für den feinschliff und weitere bearbeitung ist dann meshlab
https://www.meshlab.net/
das richtige.
ich hab 2008 mit der damaligen free fassung von DAVID und nem selbstverbasteltem laserscanner aus ner laserwasserwaage meine ersten scans gemacht, aber photogrametrie ist mit heutigen kameras das mittel der wahl.
@Joachim:
ursprünglche ergänzung zu meinem post:
ich hab nochmal bischen im archive rumgestöbert, zum erst-erst-einstieg gabs von agisoft mal das sehr nette free-programm "agisoft stereoscan", mit dem aus nur 2 fotos bereits ausgesprochen gute meshes erstellt werden können und siehe da, das archive hat auch noch die installations-msi auf ihren servern:
https://web.archive.org/web/20140625053603/http://agisoft.ru/products/stereoscan/
download-button führt zu auswahl,auswahl führt zum direkt-download des jeweiligen OS (der win64-download funzt, gerade getestet)
so, und jetzt sehn wa nochmal, ob der direkt-link zum download der msi wieder vom spam-filter gefressen wird oder nicht:
https://web.archive.org/web/20140419020616/http://downloads.agisoft.ru/win/sscan64_1_0_1_setup.msi
@DasKleineTeilchen: nur die Ruhe...
@da]v[ax: Siehste das meinte ich!
Nu muss ich nur mal schauen, ob sscan64 auch unter wine geht. Sonst Plan B. Stereoscan gibt's gar direkt für Linux. Das war jetzt wirklich super nett von euch!
@Joachim:
imma gern. um mal zu zeigen, was du von stereoscan erwarten kannst; scan von nem freund mit diesen 2 fotos ergibt dieses roh-mesh (mittlere auflösung, ca 10.000 polys, keinerlei nachbearbeitung). fotos sind in diesem fall nicht optimal, aber brauchbar. immer auf flächige ausleuchtung achten, keinen blitz verwenden (glanzflecken), so scharf wie nur geht und eher lange brennweite.