bla

‘Dingens’
to daMax

God, The Universe and Meaning…

Januar 15th, 2018, 08:59

Russell Brand meets Brian Cox. Ich habe selber noch nicht rein gehört und weiß auch nicht so genau, wann ich eine ganze Stunde dafür finden soll, aber ich klebe es mir trotzdem mal ins Blog. Denn die beiden gehen ja eigentlich immer.

(via web-crap)
 

Eine Wolke weniger

Januar 9th, 2018, 08:03

Endlich sehen die ersten ein, dass man nicht für jeden Scheiß einen eigenen Cloud-Service braucht.

 

Das Programm zum CCC-Kongress 2017 ist online

Dezember 16th, 2017, 14:03

Da isses und es sind wieder SO viele interessante Vorträge dabei, dass ich bis März zu glotzen habe...

 

radio.todamax spinnt

Dezember 13th, 2017, 09:19

Seit heute Nacht spinnt der Sender. Im Moment sollte "Covers II" laufen, in Wirklichkeit läuft aber "Schnell, hart, laut". Grund dafür ist wohl ein Serverwechsel, seitdem läuft laut.fm extrem unrund. Zitat aus dem Forum:

Bekannte Fehler:

  1. Playlisten wechseln nicht
  2. Die API steht still
  3. Es spielen die falschen Playlisten, teilweise auch alte.
  4. Explizites Playlisten-neu-Exportieren funktioniert nicht.
  5. Live-Metadaten werden nicht in die API übernommen & Live-Sender werden nicht "live" angezeigt. Im Stream selbst sind die Live-Metadaten enthalten.
  6. Songs sind teilweise doppelt in der API.

Aktuell wird da wohl noch rumgefummelt, wann das gefixt ist, weiß ich aber nicht. Sorry. Andererseits: mir gefällt's :hehe:

Update: scheint wieder alles in Ordnung zu sein.

 

Der Nazifrosch macht «Reeeeeee!» oder: Wie ich mal Nazi war

Dezember 5th, 2017, 09:19

Eltern aufgepasst. Der Gymnasiallehrer David Eugster beschreibt in der Schweizer Wochenzeitung

wie Ironie den Hass massentauglich macht: Internet-Memes sind zur Universalwährung für Provokation geworden – und zur Streuwaffe im Kulturkampf der Rechten.

Ich finde den Text ziemlich gelungen in der Hinsicht, dass er die Ohnmacht und Hilflosigkeit der Erwachsenen gegenüber Phänomenen wie Memes, Hatespeech und schleichender Faschistisierung des Gedankenguts Jugendlicher ziemlich gut darstellt. Ein kleiner Auszug:

«Feminismus ist Krebs»

Internet-Memes [...] können grundsätzlich in jede politische Richtung gedreht werden. Die Inhalte, die sie vermitteln, hängen von der jeweiligen Bearbeitung ab. Und Memes transportieren durchaus auch politisch relevante Inhalte: Als ich mit besagter Klasse eine Rede von Joseph Goebbels besprach und sie fragte, ob ihnen aktuelle Beispiele solcher Formen hasserfüllter Rhetorik einfielen, kam die ernst gemeinte Antwort: «Feminazis». Ein typisches Exemplar für eine solche totalitäre Feministin war für sie «Trigglypuff»: Die Schüler zeigten mir das Video einer Aktivistin, die zeternd eine Podiumsdiskussion am Hampshire College störte. Aufgenommen wurde das Video an einer Veranstaltung zur Frage, ob die Sache mit der Political Correctness zu weit gegangen sei. Milo Yiannopoulos, Kolumnist bei «Breitbart» und damals noch Posterboy der Trump-Kampagne, hielt dort eine ultrakurze «Rede» mit dem knappen Wortlaut: «Feminism is cancer» (Feminismus ist Krebs). Tags darauf wurde das Video von seiner Gefolgschaft in zigfachen Variationen zu einer kurzlebigen Ikone des Antifeminismus gemacht – bis es schliesslich auf den Laptops in meinem Schulzimmer landete.

und dann kommen noch jede Menge Dinge, die man als Eltern wenigstens mal gelesen haben sollte. Zur Ehrenrettung der Jugend möchte ich einen kleinen Schwank aus meiner eigenen Jugend vom Stapel lassen, denn ich glaube ja, Kids sind bei aller rechten Gefahr durchaus in der Lage, zwischen Ironie (bzw. ihrem größeren Bruder Sarkasmus) und Realität zu unterscheiden.

Als ich 15 war, kam zu mir in die 10. Klasse ein Sitzenbleiber. Unser Klassenverband war relativ stabil und so wollte mit diesem Loser natürlich erst mal niemand was zu tun haben. Eines Tages sah ich ihn nach der Schule an der Straßenbahnhaltestelle sitzen und zu meiner großen Überraschung fiel mir zum ersten Mal der KREATOR-Patch auf seiner Jeansjacke auf. Nun muss man wissen, dass meine Metal-Phase etwa 4 Jahre vorher mit IRON MAIDENs "Life After Death" ihren Anfang genommen hatte, ich mit dieser Vorliebe allerdings in meinem Freundeskreis ziemlich alleine da stand.

Ich quatsche ihn also auf diesem Patch an und das war der Beginn einer zwar nur kurzen, aber dafür umso intensiveren Freundschaft. Uwe, von seinen Freunden liebevoll "Uzi" genannt, war 2 Jahre älter als ich (in dem Alter eine schier unüberbrückbare Kluft) und war ein deutlich überzeugterer Metalhead als ich. Wir tauschten Tapes wie verrückt und wurden uns des geistigen Abstands zwischen uns und den "Normalos" immer deutlicher bewusst. Naja, irgendwann zu dem Zeitpunkt fing es an, dass wir diesen Abstand künstlich vergrößern wollten. Also suchten wir uns ein Thema aus, dass sämtliche Klassenkameraden und die Lehrer(!) gemeinsam auf die Palme brachte: wir fingen im Geschichtsunterricht an, rechte Sprüche zu kloppen. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Sämtliche braven Schüler, von Hippienachwuchs bis hin zu den konservativsten CDU-Wähler-Kindern, bildeten eine geschlossene Front gegen uns. Wir waren glücklich! Endlich hatten wir alle gegen uns. Im Laufe weniger Wochen gesellten sich noch 1-2 andere dazu und schon bald war der Durchschnittslärmpegel in Geschichtsstunden um gut 30dB erhöht :)

Allerdings waren sowohl Uzi und ich uns ohne Worte darüber einig, dass das nur ein Joke war. Schon auf dem Weg zur Straßenbahn war das Thema für uns erledigt, schließlich gab es so viele wichtigere Dinge auf der Welt, z.B. die gerade neu erschienene "...and Justice For All" von METALLICA, deren Texte wir zwar nur zu einem Bruchteil kapierten, die uns aber dennoch irgendwie für die wachsende Ungerechtigkeit in der Welt sensibilisierten.

Eines Nachmittags gingen wir mal wieder gemeinsam zur Straßenbahn, diesmal mit K. im Gefolge. Wir hatten gerade eine Geschichtsstunde hinter uns, K. war noch voll in der Rolle und faselte was von der Endlösung oder irgend so einem Blödsinn. Ich meinte zu ihm:

"Ist ja gut jetzt."

Er: "Hä? Was meinst du?"

Ich: "Kannst aufhören, wir sind raus aus der Schule."

Das führte zu einem schwer zu beschreibenden Austausch sehr verstörter Blicken zwischen K., Uzi und mir, denn sowohl Uzi als auch mir wurde in dem Moment schlagartig klar, dass K. den Scheiß ernst nahm, während K. dämmerte, dass er in uns vielleicht doch keine Gesinnungsgenossen gefunden hatte. Von da an spielten wir das Spiel zwar noch eine Weile weiter, aber irgendwie machte es plötzlich lange keinen so großen Spaß mehr. Leider haben wir es - glaube ich - versäumt, mit K. mal ein wirklich klärendes Gespräch zu führen, ich fürchte, wir haben das Thema einfach nicht mehr angesprochen...

Was ich sagen will: unsere Nazirolle mag für Außenstehende zwar sehr echt ausgesehen haben, aber trotzdem meinten weder Uzi noch ich das je wirklich ernst. Zu keinem Moment. Man könnte sagen, wir waren "ironische Nazis", wie die Punks in den 70ern, die sich mit Hakenkreuzen schmückten, einfach nur, weil das garantiert sämtliche Spießer gegen sie aufbrachte. Ich habe jetzt auch kein Patentrezept dafür, wie man Kids davon abhält, tatsächlich ins rechte Lager abzudriften. Ich denke, das geht nur mit viel Liebe und Achtung und Aufmerksamkeit, denn ich glaube tatsächlich, dass es diese drei Dinge sind, an denen es echten Nazis in ihrer Kindheit gemangelt hat.

(via rené)
 

Lesen hier Eltern mit?

November 22nd, 2017, 17:25

Haben eure Sprösslinge ein Handy oder Tablet? Bitte passt gut auf, was eure Kids da so treiben. Hier mal ein kurzer Erfahrungsbericht aus der Praxis dazu (bisschen runterscrollen). Zur Erläuterung: Dark UI Patterns ist ein Überbegriff für Oberflächen, die gezielt darauf aus sind, dass der Anwender z.B. "aus Versehen" etwas Kostenpflichtiges bestellt oder in eine Abofalle rennt.

 

 

Von der Normkritik zertifizierter Normingenieur_innen

November 20th, 2017, 21:04

In Schweden soll nun an der rennomierten Universität von Lund eine 40%ige Frauenquote für Literaturlisten eingeführt werden. Was für den einen, die andere oder das dritte vielleicht wie eine gute Idee klingt, kann in der Praxis ganz schnell zu den seltsamsten Auswüchsen und Verwicklungen führen. Thomas Steinfeld hat in der Süddeutschen einen Text zum Thema Genderforschung und Gleichstellung etc.pp. geschrieben, aus dem ich nun gerne eine längliche Stelle zitieren würde, aber die seltsamen Auswüchse der hierzulande betriebenen Copyrightforschung bestehen derzeit meines Wissens darin, dass es dringend angeraten ist, den ein Zitat umgebenden Text länger zu halten als die zitierte Textstelle, um von der Normstelle für Internetzitatwesen und Linkbewertung als legitimes, nicht leistungsschutzbehaftetes Zitat bewertet zu werden, für das folgerichtig auch nicht der branchenübliche Leistungsschutzobulus zu entrichten sei. Auch, darauf weist der zertifizierte Normkontrolleur Peter Müller (FdH) in einem Interview mit Leistungsschutz Aktuell hin, sollte sich ein Zitat deutlich sichtbar vom zitierenden Text abheben, etwa durch gestaltherische Finessen wie Rahmengebung, veränderte Schrifttype oder dero Farbe, wobei die Regeln der Goetheschen Farbenlehre strikt einzuhalten seyen. So, jetzt kann's dann vielleicht bald losgehen mit Zitieren.

Thomas Steinfeld also schreibt vom

in Schweden offenbar zur nationalen Ideologie gewordenen Glauben [...], dass Geschlechter gesellschaftliche Konstruktionen sind, geronnene Erfindungen, die es in einer besseren Welt nicht geben sollte.

Dieser Glaube ist eine widersprüchliche Angelegenheit. Denn er verstärkt die Unterschiede, die er zu kritisieren vorgibt. Er tut es, indem er die Menschen nach ihren Geschlechtsmerkmalen - oder nach ihrer Hautfarbe, nach ihren sexuellen Neigungen - sortiert, gründlicher, als es die bestehende Gesellschaft je tat, geschweige denn noch tun würde. Es mag gute Gründe dafür geben, dass Feministen denken, man müsse die Welt dazu zwingen, den Anteil von Frauen am Zustandekommen eben dieser Gesellschaft zu erkennen. Der Glaube, das Geschlecht sei eine soziale Konstruktion, wirkt jedoch weit über ein solches Erkennen hinaus. Er sorgt dafür, dass jeder Mensch zuerst und zuletzt als repräsentatives Geschlechtswesen wahrgenommen wird - im selben Sinn, wie das Geschlecht eines Menschen das ausschließende Kriterium dafür bilden soll, ob er in die Literaturliste einer akademischen Veranstaltung aufgenommen werden kann oder nicht. Gleiches gilt, weniger drängend, aber doch gegenwärtig, für die Hautfarbe und für die sexuellen Neigungen.

und ich möchte euch bitten, den Text in seiner Gänze zu lesen, zu reflektieren, eine Nacht darüber zu schlafen und auch morgen noch einmal drüber nachzudenken, bevor ihr hier mit mir und untereinander zu diskutieren beginnt, denn sonst gleiten solche Diskussionen viel zu schnell in gegenseitige Aber-du-bist-der-größere-Faschist-Beschuldigungen ab, derer ich im Moment überdrüssig bin. Vielleicht kann man sich ja mal an einem solchen Text entlanghangeln, dessen Argumentationskette wahlweise kritisieren oder verteidigen, vielleicht gar einmal übernehmen und in sein eigenes Realitätskonstrukt einbauen*. Denn das, glaube ich, ist unserer Zeit abhanden gekommen: das gegenseitige Zuhören und Reflektieren dessen, was der|die|das andere $Person sagt|twittert|meißelt, ohne sich schon währenddessen zu überlegen, was man jetzt gleich wie aus der Pistole geschossen Cleveres sagen|tippen|ritzen könnte. Statt Bücher auf ihren Inhalt hin zu bewerten, werden jetzt Quoten für Bücherlisten eingeführt, in die sich unterrepräsentiert fühlende Autorenpersonen rein klagen können.

HErr, lass' Hirn ra.*

PS: der Kommentarbereich bleibt bis zum 21.11.2017 um 17:59h geschlossen ;)

*Vorsicht! Sich-zu-Eigen-machen fremder Meinungen kann nach dem "Gesetz zum Schuthze freyer Gedanken und Werte", München anno 1884, §82 Abs.3 ff., abmahnfähig sein. Zu Risiken und Tagessätzen befragen Sie bitte den Wikeladvokaten Ihres Vertrauens.

**Schwäbisches Stoßgebet, in korrekter christlich-abendländisch-leitkultureller Schreibweise.

 

Neu bei todamax mobil: Sidebar-Menü-Knopf

Oktober 8th, 2017, 19:16

Heute ist so ein Tag wo ich mal die Muße finde, mich um Kleinigkeiten zu kümmern, die ich schon lange angehen wollte. Deshalb gibt es jetzt in der Mobilversion dieses Blogs endlich einen Knopf, der die komplette Sidebar ein- und ausblendet. Sieht dann so aus:

Darin findet ihr dann die Suche, alle Kategorien, die letzten Kommentare usw. usf.

Und? Gefällt?

Update 1: im Moment funktioniert das Ding auf iPhones und iPads nicht mehr richtig. Sorry. Grund: leider feuert da ein Resize-Event, sobald man scrollt (was überhaupt keinen Sinn macht aber hey, it's magic). Ich guck mir das heute Abend an. [FIXED with black magic]

 

Deutschland streamt ab

September 24th, 2017, 20:08

Neuland 2017: Läuft.

 

Im Ernst jetzt, Mayersche?

September 22nd, 2017, 10:44

Seit gestern Abend sehe ich bei euch nur noch Baustelle:

Ernsthaft? Vielleicht hättet ihr jemand damit beauftragen sollen, der sich mit sowas auskennt...

Update: inzwischen sind's über 24h, und ich weiß ja nicht, wie lange das schon so war als ich gestern Abend da hin surfte...

Update 2: 48h offline. Glückwunsch.

 

Onomatopoetisch

September 15th, 2017, 07:26

Das Tolle an so einem eBook-Reader ist ja, dass man immer ein bis drei Wörterbücher dabei hat :-|


Wikipedia ist leider nicht integriert...

Onomatopoesie ist die sprachliche Nachahmung von außersprachlichen Schallereignissen.

Alternative Bezeichnungen sind Lautmalerei, Tonmalerei, Lautnachahmung, Klangnachahmung, Schallnachahmung, Schallwortbildung, Tonwortbildung, Klangnachbildung, Onomatopoiie, Onomatopoie und Onomatopöie (über lat. onomatopoeïa, von altgr. ὄνομα: ónoma: „Name“, und ποίησις: poíēsis: hier „Erschaffung, Herstellung“, folglich ὀνοματοποιεῖν: onomatopoiein: „einen Namen prägen, benennen“).

 

Lesefutter (Nachschlag)

September 4th, 2017, 07:36

Philip Sington - Das Einstein-Mädchen

Diesen Roman hatte ich gestern ganz vergessen. Noch so ein Buch, das mich völlig überraschend ziemlich begeistert hat. Die Story dreht sich um eine Frau, die 1932 nackt und bewusstlos in einem Wald bei Caputh vor den Toren Berlins aufgefunden und in die Charité verbracht wird. Als sie aus dem Koma aufwacht, hat sie komplett das Gedächtnis verloren, inklusive der Erinnerung ihres eigenen Namens. Da bei ihr ein Programmzettel für einen Vortrag von Albert Einstein gefunden wird, bekommt sie schon bald den Spitznamen "Das Einstein-Mädchen". Ihr behandelnder Art, Martin Kirsch, entwickelt den schon fast obsessiven Willen, herauszufinden, wer sie ist. Naja, und dann geht es los...

Das Buch enthält viele biographische Elemente aus Albert Einsteins Leben, die ich so noch nicht kannte und vermischt auch sonst viele historische Fakten gekonnt mit der fiktiven Handlung. Ich fand mich immer öfter auf Wikipedia und historischen Websites wieder, um nach zu prüfen, was von der Handlung tatsächlich stattgefunden hat und war immer wieder überrascht, wie viel Wahrheit in dem Buch steckt. Was eigentlich nicht verwundert, wenn man weiß, dass Philip Sington Historiker ist B-)

Ein echter Geheimtipp für alle, die keine Stilgrenzen scheuen und Spaß finden könnten an einem Krimi gepaart mit einer Liebesgeschichte unter Einfluss von Geschichte, Nazis und Quantenmechanik.

 

Lesefutter

September 3rd, 2017, 12:10

Im Laufe der letzten Monate habe ich dank meines treuen eBook-Readers diverse Bücher gelesen, von denen mir einige so gut gefallen haben, dass ich euch davon berichten möchte.

Richard Dawkins - Der Gotteswahn

Das einzige Sachbuch in der Liste. Dawkins erklärt in fast schon epischer Länge, weshalb Religion ein gefährlicher Irrsinn ist, der die Menschen vom eigenständigen Denken abhält und zum Ausgrenzen Andersdenkender anstachelt bis hin zu Mord und Totschlag. Man kann getrost sagen, die 3 großen monotheistischen Religionen sind ein Quell schier endlosen Leids und grotesker Dummheiten. Dawkins entkräftet dabei jedes noch so dämliche "Argument" für die Existenz eines wie auch immer gearteten Schöpfergottes und führt uns dabei wieder und wieder vor Augen, warum der Glaube an ein höheres Wesen eben keine Grundvoraussetzung für ethisches Handeln oder gar ein glücklicheres Leben ist, wie es von Religionsfanatikern ständig gebetsmühlenartig (haha) gepredigt wird.

Ein absolutes Muss für den aufgeklärten Menschen des 21. Jahrhunderts.

Trevanian - Shibumi

Dieses Buch hat mich wirklich umgehauen. Vor allem, als mir klar wurde, dass es gar kein aktuelles Buch ist, sondern bereits fast 40 Jahre auf dem Buckel hat. Das merkt man der Geschichte nämlich überhaupt nicht an. Im Gegenteil: der Roman nimmt viele Dinge unserer Gegenwart so gekonnt vorweg, dass sie sich heute wie eine Zustandsbeschreibung der aktuellen Welt lesen. Dabei handelt es sich gar nicht um einen Science-Fiction-Roman, sondern um eine Mischung aus Thriller und Bildungsroman. Der Protagonist des Buchs, Nicholai Hel, wird 1925 in Shanghai als Kind einer russischen Aristokratin und eines japanischen Generals geboren und in frühen Jahren nach Japan zu einem Freund seines Vaters geschickt. Dieser Freund ist professioneller Go-Spieler und wird für einige Jahre Nicholais Mentor. Während des 2. Weltkriegs arbeitet Nicholai als Decrypter für die Amerikaner, gerät in erst in russische Kriegsgefangenschaft und landet dann (aufgrund von Verwicklungen, die ich hier nicht vorweg nehmen will) für mehrere Jahre in amerikanischer Isolations- und Folterhaft.

Puh, und das ist erst der Anfang. Ich kann hier nicht alles wiederholen, was in dem Buch passiert, denn das würde den Rahmen sprengen. Was ich rüber bringen will, ist, dass mich dieser Roman nachhaltig zum Nachdenken gebracht und sich fest in meiner Ideenwelt verankert hat. Nicholais Enstellung gegenüber den Amerikanern als Volk ist aus meinen Kopf seitdem nicht mehr wegzudenken und ich ertappe mich immer wieder dabei, an dieses Buch zu denken, während ich Nachrichten lese oder mich mit Menschen über den aktuellen Zustand der Welt unterhalte.

Ein äußerst spannendes und trotz seines gesetzten Alters hochgradig aktuelles Buch.

Laurence Cossé - Der Zauber der ersten Seite

Mal wieder so ein Roman, dessen deutscher Titel komplett in die Hose geht. Im Original heißt das Buch "Au Bon Roman", was der Name der Buchhandlung ist, um die sich die gesamte Geschichte dreht. Die beiden Hauptfiguren des Romans haben es sich zur Aufgabe gemacht, eine Buchhandlung zu erschaffen, die nur Romane führt und zwar die besten Romane aller Zeiten. Um dieses unmögliche Ziel zu erreichen, wählen sie ein geheimes Komitee bestehend aus 10(?) einander unbekannten Autoren und Autorinnen, die ihre favorisierten 100 Romane auf eine Liste schreiben sollen. Diese Bücher bilden dann den Grundstock der Buchhandlung "Au Bon Roman". Zunächst läuft alles sehr gut an, doch plötzlich gibt es einen Mordanschlag...

Eine großartige Liebeserklärung an das Literaturgenre des Romans an sich.

Daniel Suarez - Daemon und Freedom™ (deutsch: Darknet)

Diese Bücher haben es faustdick hinter den Ohren. Es ist schwer, eine kurze Beschreibung zu verfassen, die nicht zuviel verrät, aber ich versuche es trotzdem mal. Zunächst sollte man wissen, dass ein daemon in der Welt der Computerfuzzis ein Programm ist, das ständig im Hintergrund läuft und auf bestimmte Ereignisse wartet. Tritt ein solches Ereignis ein, reagiert der daemon mit einer bestimmten Handlung. Ein typisches Beispiel wäre der daemon, der euch mit den lästigen "Neue Mail eingetroffen"-Nachrichten nervt. Zurück zum Buch: der geniale Programmierer und Spieleentwickler Matthew A. Sobol entwickelt einen Daemon, der "Zeitung liest" und darauf wartet, vom Tode Sobols zu hören. In dem Moment wird eine Reihe von Ereignissen in Gang gesetzt, die nachhaltig die Welt verändern...

Mehr möchte ich dazu nicht schreiben. Die Bücher sind einfach der Hammer, wenn auch streckenweise ein bisschen zu brutal für meine Künstlerseele. Macht aber nichts, die Story ist wirklich top und vor allem der Ausblick, den der zweite Roman Freedom™ gibt, ist eine echte Utopie, die daran glauben lässt, dass wir depperten Menschen vielleicht doch noch miteinander auskommen könnten, wenn der Irrsinn des ungehemmten Kapitalismus erst mal überwunden ist.

Superspannende Science-Fiction ohne Weltraumgeballer, dafür mit genial durchdachten und weitergesponnenen Ideen.

Heinrich Steinfest - Wo die Löwen weinen

Dieser Roman spielt zur Zeit und im Umfeld der Proteste gegen Stuttgart 21. Mir als ehemaligem aktiven Parkschützer hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn ich erst gute 5 Jahre sowie knapp 400 km zwischen mich und S21 bringen musste, bevor ich diesen Roman wieder genießen konnte. Steinfests augenzwinkernder Humor sowie sein glühender Zorn gegenüber unverantwortlichen Machthabern und Geschäftemachern sprechen mir voll aus der Seele. Seine Tendenz zu übernatürlichen Handlungselementen ist zwar nicht ganz so mein Ding, aber da kann ich auch mal drüber hinweg sehen.

Für Parkschützer ein Muss, für Nichtstuttgarter ein prima Einblick in die Schwabenseele.

Philip K. Dick - Do Androids Dream Of Electric Sheep?

Ich war sehr überrascht, dass die Romanvorlage zu Blade Runner so dermaßen wenig mit dem Film zu tun hat. Ich brauche dazu eigentlich keine großen Worte zu verlieren. Science-Fiction-Liebhaber sollten dieses Buch unbedingt gelesen haben und wer mit Science-Fiction nichts anfangen kann, wird um das Buch sowieso einen großen Bogen machen.

Philip K. Dick - The Minority Report

Ich habe den Tom-Cruise-Film dazu nie gesehen, weil ich mir Filme mit Tom Cruise nicht mehr angucke. Der Typ nervt mich nur. Aber der Roman dazu ist recht gut, wenn jetzt auch nicht unbedingt der größte Wurf der Science-Ficiton.

Kann man lesen.

Martin Suter - Der Koch

Weil ich jetzt zu faul bin, zu diesem schönen Roman eine Zusammenfassung zu schreiben, bediene ich mich ganz dreist bei Wikipedia:

Marawan ist ein tamilischer Asylbewerber, der in dem Züricher Gourmetrestaurant Chez Huwyler als Küchenhilfe arbeitet. Seit frühester Jugend ist er ein leidenschaftlicher Koch, ausgebildet durch seine Großtante sowie in südindischen Restaurants. Seine Leidenschaft und Begabung als Koch ist seinen Arbeitskollegen nicht bekannt, er kann diese aufgrund seines Asylstatus beruflich nicht ausleben. Um die Kellnerin Andrea zu beeindrucken, die er bewundert und die ihm die Gelegenheit gibt, sie zu bekochen, leiht er sich zur Zubereitung bestimmter Essenzen eines Abends heimlich einen Rotationsverdampfer des Restaurants. Er kreiert unter Einsatz bestimmter Techniken der Molekularküche ein aphrodisisches Menü nach ayurvedischen Rezepten. Der Genuss dieser Speisen führt dazu, dass Andrea mit ihm schläft, obwohl sie als Lesbe nicht an Männern interessiert ist.

Andrea und Marawan machen daraufhin zusammen einen Catering-Service namens "Love Food" auf, der Paaren helfen soll, ihr Sexualleben ein wenig aufzupeppen. Natürlich geht nicht alles ganz so glatt vonstatten und vor allem dringt der Bürgerkrieg in Sri Lanka mit Macht in Marawans Leben, so dass sich immer neue Verwicklungen ergeben.

Ein spannender und gut geschriebener Roman, der so ganz nebenbei Einblicke in den Alltag von Asylbewerbern, der Schweizer High-Society und den sri-lankischen Bürgerkrieg gibt.

 

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