Endlich mehr Überwachung, Folge 1.301 (Überwachung heißt jetzt Datenschutz)
July 26th, 2017, 07:52Berlin bekommt endlich mehr Videoüberwachung weil Datenschutzlinkerterroristlamischtefreiheitsicherheitkriegistfrieden.
Berlin bekommt endlich mehr Videoüberwachung weil Datenschutzlinkerterroristlamischtefreiheitsicherheitkriegistfrieden.
Aus der Abteilung "Big Data macht Kohle" heute: iRobot,(der Saugroboterhersteller) will die Karten, die deren Roombas von euren Wohnungen erzeugen, jetzt meistbietend weiter verkaufen. Natürlich nur zu eurem Besten:
Der US-Hersteller iRobot will die Daten, die seine Roomba-Staubsaugerroboter über die Wohnungen der Kunden gesammelt haben, an Amazon, Apple oder Google verkaufen. [...] Die Daten könnten den Markt der Smart-Home-Geräte revolutionieren, denn für ihre Reinigungsarbeit sammeln die Roombas detaillierte Daten der Wohnungen und erstellen dabei nicht nur einen Grundriss, sondern kartieren auch, wo etwa Sofas und Schränke stehen. Mit diesen Daten könnten etwa smarte Lautsprecher oder Heizungssysteme besser auf die Gegebenheiten eingestellt werden.
Super Sache, das.
Oh je, Du Depp!
Der Besitzer und Admin des Untergrund-Marktplatzes AlphaBay wurde anscheinend vom FBI gefunden, weil er die Webseite mit seiner alltäglichen Hotmail-Adresse betrieben hatte. Diese setzte sich unter anderem aus einem Teil seines Vornamens (Alexandre) und seines Geburtsdatums (1991) zusammen.
[...]
Die Anklageschrift gegen ihn macht deutlich, wie luxuriös er vorher gelebt hatte: dort sind mehrere Sportwagen, ein Motorrad und etliche Immobilien aufgelistet, die bei seiner Festnahme beschlagnahmt wurden.
Das Weiße Haus erhöht die Schlagzahl. Während ich gerade einen Gebraucht-Tv kaufen und anschließend programmieren war (Himmel nochmal, gibt es inzwischen wirklich über 1000 Sender für Menschen mit zuviel Geld?!), trat der Pressesprecher zurück (da denkste noch "hm ja, eine weitere Posse in Trumps Irrenanstalt"), aber dann wurde ein Reiseverbot nach Nordkorea verhängt. Nein wirklich! Home of the free mit Reiseverbot. Sowas kenne ich nur noch aus DDR-Zeiten. Gibt es außer den USA einen Staat, der sich für eine Demokratie hält und Reiseverbote erlässt?
Mir fehlen echt die Worte.
TINA allerorten. Und die haben die Chuzpe, die Türkei mit der DDR zu vergleichen!
Überwachungsstaat galore.
bundestrojaner | staatstrojaner | überwachung | spitzelstaat | bricht in unsere geräte ein und nennt es sicherheit | ![]()
Weil in den letzten Tagen viele Menschen denselben Fehler gemacht haben wie Holger, der die Krawallheinis aus Hamburg mit "links" verwechselt, bin ich Pantoufle sehr dankbar für diesen Text, zu dem ich eine unbedingte Leseempfehlung ausspreche. Zitat:
War die Randale im Schanzenviertel »linker Terror«, nur weil sich in einem Indymedia-Artikel nach ein paar Tagen Sätze wie »Wenn wir den Massen vertrauen«, »Die Organisierung vorantreiben, in den Massen verankern« oder »Der Staat greift die Revolutionäre bewußt an« finden? Ist das jetzt links oder einfach nur doof? Muß ich mich mit so einem hanebüchenen Unsinn erst solidarisieren, um mich anschließend davon distanzieren zu können?
Einen Teufel werde ich tun! Denn solcherlei Arten von Dummheit sind durch das verbriefte Recht der freien Meinungsäußerung gedeckt. Klingt erst mal komisch, ist aber so. Ich kann sie ignorieren, doof finden, darüber lachen, aber mich ausdrücklich davon distanzieren muß ich mich in keinem Falle. Man kann sich nur von etwas distanzieren, mit dem man sich vorher solidarisiert hat. Ein tiefgläubiger Mensch ist mitnichten durch seine Religionszugehörigkeit für Bischoff Tebartz-van Elst oder dem Kindesmißbrauch bei den Regensburger Domspatzen verantwortlich, muß sich ergo nicht explizit davon distanzieren. Das hat er durch seinen Glauben bereits getan.
Und so geht das eine ganze Seite lang weiter. Wunderbar pointiert und sowas von ins Mark getroffen. Chapeau.
*Zitat: Olaf Scholz, SPD
g20 | hamburg | polizeifestspiele | sport frei
(via g20-d0ku)Auf G20-Doku.org und policebrutalityg20.wordpress.com werden Bilder und Videos gesammelt, die ungerechtfertigte Polizeigewalt und Behinderung der Presse dokumentieren. Constanze schreibt auf Netzpolitik:
Wer möglicherweise rechtswidrige Polizeigewalt wahrgenommen hat, kann Links zum Material über die Hinweis-Seite der G20-Doku zur Verfügung stellen. Wurden Aufnahmen gemacht und dabei Gewaltvorfälle oder Behinderungen von Journalisten beobachtet und gefilmt, kann man sich so daran beteiligen, die Vorkommnisse zu dokumentieren.
Neben Bildern und Filmen sucht das Doku-Team auch Informationen zu den jeweiligen Fällen.
Update: ähm... nee, eine Aufarbeitung findet - von öffentlicher Seite - nicht statt.
Kaum ist Schwarz-Geld wieder am Ruder, läuft die Politik so, wie man das erwartet:
Die neue NRW-Landesregierung schafft die Kennzeichnungspflicht für Polizisten wieder ab, die es erst seit Ende des letzten Jahres gibt. Die Kennzeichnungspflicht sei „ein Ausdruck von Misstrauen gegenüber den Beamten“. Die Polizei brauche „Rückhalt statt Stigmatisierung“.
Und schon fällt mir wieder das Frühstück aus dem Gesicht angesichts dieser unverfrorenen Heuchelei. Wunderbarer Kommentar von Udo Vetter:
Abgesehen davon ist es natürlich höchst lobenswert, wenn die neue Landesregierung dieses ständige Misstrauen thematisiert, das in unserer Gesellschaft mittlerweile herrscht. Sie könnte sich auch mal dem staatlichen Misstrauen widmen, das jedem Bürger Tag für Tag entgegenschlägt. Zum Beispiel wenn seine Verbindungsdaten nach derzeit geltendem Recht auf Vorrat gespeichert werden, wenn er künftig zur DNA-Abgabe gezwungen wird, um damit Verwandte zu belasten. Oder wenn bald mit staatlicher Schnüffel-Schadsoftware Festplatten und Mobiltelefone von jedem von uns ausgespäht werden dürfen, und das ohne großartige Eingriffsvoraussetzungen.
Da findet jemand einen Vorrat an Medikamenten von vor ca. 50 Jahren und setzt einen Wissenschaftler darauf an mal zu checken, ob das Zeug noch taugt. Es stellt sich heraus, dass man das auf Medikamenten aufgedruckte Haltbarkeitsdatum getrost ignorieren kann:
The findings surprised both researchers: A dozen of the 14 compounds were still as potent as they were when they were manufactured, some at almost 100 percent of their labeled concentrations.
So etwas ähnliches habe ich vor einigen Jahren schon mal gehört, damals lautete die einzige Einschränkung, dass manche Cremes und flüssigen Arzneien ggf. schon früher unwirksam werden. Davon gilt aber:
“The active ingredients are pretty darn stable.”
Holger hat einen langen, langen Text verfasst, den ich selber noch nicht mal ansatzweise durchgelesen habe, aber so wie ich den Holgi kenne, ist der Rest des Textes so wahr wie der Anfang. Kleiner Auszug:
Und nun? Nun stehen „wir“ vor dem Scherbenhaufen den ihr Randalierer angerichtet habt. Während ihr wieder bei Mama und Papa am Tisch sitzt und euch in euren Kommunikationskanälen an den geilen Tagen in Hamburg ergötzt. Ihr habt nicht nur Autos angezündet, Geschäfte verwüstet und geplündert sowie einen ganzen Straßenzug verwüstet. Der von euch angerichtete Schaden ist so viel weitreichender, als euer (offensichtlich) eingeschränkter Intellekt es erfassen kann. Gestern traf ich den Kuschelpunker wieder und er erzählte mir, dass er das erste mal in seiner Stammtankstelle sehr unfreundlich bedient wurde. Warum? Weil er in schwarz mit einem Hoodie rumrennt. Eine Erfahrung, die wahrscheinlich viele Hamburger gerade machen können: Der „Bürger“, den es gilt zu überzeugen und über seine Fesseln aufzuklären, verachtet euch und alles was er mit euch in Verbindung bringt. Danke für nichts!
Ich habe ja schon vor vielen Jahren meiner Angst Ausdruck verliehen, nun hat Tim Lüddemann auch Angst.
Ich habe Angst, dass die deutsche Gesellschaft sich ähnlich autoritär entwickelt, wie das in anderen Staaten der Fall ist. Ich habe das Gefühl, dass jede Perspektive, die sich zu weit von der Mehrheit entfernt, für die Gesellschaft ein Problem ist. Meinungen werden nicht qualitativ, sondern nach ihrer Massentauglichkeit beurteilt. Statt sich selbst eine Überzeugung zu bilden, reagieren die Menschen nach einem Echo von populistischen Medien und Politikern. Und die versuchen die aktuelle politische Situation als ‚optimal‘ und ‚richtig‘ darzustellen und wer diese grundlegend kritisiert, ist verdächtig. Wer sich alternativ äußert, einen Systemwechsel fordert, wird beleidigt, diffamiert und entblößt. Kritische Journalist*innen werden eingeschüchtert und behindert.
Kaum einer in der normalen Bevölkerung hat es mitbekommen: Der lückenlose Ausbau des Überwachungsstaates ist so gut wie abgeschlossen. [...]
Fassen wir mal kurz zusammen welche elementaren Schritte unternommen wurden:
1. Vorratsdatenspeicherung
2. Personalausweisgesetz
3. Videoüberwachungsgesetz
4. Fluggastdatenweitergabe
5. Staatstrojaner und Onlinedurchsuchung
Und rechnet mal eben vor, das die Vorratsdatenspeicherung alleine an Speichermedien kosten wird.
Ey, lass mich einfach rein, okay? |
Ich will das hier nie wieder sehen. |

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