Wenn Cops Straftaten erzwingen (update)

Mittwoch, 10.6.2015, 15:05 > da]v[ax

police_brutalityDas hier schlägt mal wieder einer Menge Fässer sämtliche Böden aus. Ein paar freidrehende Cops verdächtigten jemand, Ecstasy im größeren Stil zu vertickern. So weit so scheiße. Aber dann:

Nachdem eine langfristige Observation sowie umfangreiche Überwachungsmaßnahmen diesen Verdacht nicht bestätigt hatten, setzte die Polizei mehrere verdeckte Ermittler aus Deutschland und den Niederlanden ein, die über einen Zeitraum von mehreren Monaten versuchten, die Beschuldigten dazu zu bringen, ihnen große Mengen „Ecstasy“-Tabletten aus den Niederlanden zu besorgen. Die Beschuldigten weigerten sich, dies zu tun. Erst als einer der Verdeckten Ermittler drohend auftrat und ein anderer wahrheitswidrig behauptete, wenn er seinen Hinterleuten das Rauschgift nicht besorge, werde seine Familie mit dem Tod bedroht, halfen die Beschuldigten in zwei Fällen ohne jedes Entgelt bei der Beschaffung und Einfuhr von Ecstasy aus den Niederlanden.

Dafuq?! Eine tolle Exekutive haben wir uns da heran gezüchtet. Wie es weiter ging, erfahrt ihr bei RA Hoenig.

Update (15.6.2015): Heftiger Dämpfer für unseriöse Ermittler

(bild: quinn.anya [CC BY-SA]