Die Sicht eines Spieledesigners auf QAnon
Wir sind uns wahrscheinlich einig, dass QAnon eine echte Gefahr darstellt. Sascha Lobo beschrieb schon vor einiger Zeit das Phänomen der "Verschwörungsideologie zum Mitmachen", die so ähnlich funktioniert wie ein Ikea-Möbelstück: wenn man selber daran rumgebastelt hat, fällt es einem leichter, über Unzulänglichkeiten hinwegzusehen. Die aktuelle QAnon-Erzählung ist übrigens, dass der Sturm aufs Kapitol von der Antifa in MAGA-Mützen instigiert wurde.
Über TwistedSifter bin ich gerade auf einen langen Artikel gestoßen, in dem Spieledesigner Reed Berkowitz aus seiner ganz speziellen Sicht einen Blick auf QAnon wirft: A Game Designer's Analysis Of QAnon
Zitat:
There is no reality here. No actual solution in the real world. Instead, this is a breadcrumb trail AWAY from reality. Away from actual solutions and towards a dangerous psychological rush. It works very well because when you “figure it out yourself” you own it. You experience the thrill of discovery, the excitement of the rabbit hole, the acceptance of a community that loves and respects you. Because you were convinced to “connect the dots yourself” you can see the absolute logic of it. This is the conclusion you arrived at. [...] It’s easy for people to forget that they are not discovering the story, but creating it from random data.
und weiter:
On the posting boards where QAnon grows are lists of memes and instructions for how and where to post them as well as invitations to create and collect them. There are lists of technical resources about how to track individuals through their social media footprint, hack information to reveal poster’s locations, and use a wide assortment of tools designed to gather “information”.
Ebenfalls bei medium.com gibt es auch einen näheren Blick auf den verwirrten "QAnon-Schamanen". Ist allerdings auch ziemlich polemisch. Ich würde das eher als Kolumne oder Kommentar bezeichnen..
(Bild: daMax [CC BY-NC-SA 4.0], basierend auf diesem von Cheryl Grayum [CC BY-NC-SA 2.0])
Mir fällt nicht mal mehr ein zynischer Spruch dazu ein.
Beruflich wurde mir ja ein iPhone aufs Auge gedrückt, da machste nix. Gerade eben dachte ich mir "räum doch mal wieder deine Kontakte auf". Dazu gehört natürlich auch der offenbar völlig außergewöhliche Wunsch, mehrere Kontakte auf einmal löschen zu können. Auf meinem Android-Telefon müsste ich dazu einen Kontakt länger antippen bis ein Häkchen davor erscheint, dann alle weiteren zu löschenden Kontakte antippen und dann DELETE. Fertig. 





In den letzten Tagen kamen Millionen Leute auf die Idee, sich einen neuen Messenger zu suchen. Was alleine bei mir an "X ist jetzt auch bei Signal!"-Nachrichten einging, geht auf keine Kuhhaut. Ich selber nutze Signal, seit ich in Kanada gelernt habe, a) wie teuer telefonieren sein kann und b) dass Kunden des Internet-Providers, bei dem meine Verwandten sind, bis zu 10 Geräte angeben können, die dann in ganz Vancouver gratis Wi-Fi nutzen können
Immer, wenn man denkt: "jetzt isses dann nicht mehr zu toppen", kommt die Realität daher und meint: "hold my beer". 

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